1. Karlo Clever

Tour de France: Mit dem Rad durch Frankreich

Tour de France : Mit dem Rad durch Frankreich

Für Fans von Radrennen gibt es einmal im Jahr etwas ganz Besonderes: Die berühmte Tour de France. Das Rennen ist auf der ganzen Welt bekannt.

In den Bergen strampeln, über Landstraßen sausen. All das erwartet in den kommenden Wochen Sportler beim wohl bekanntesten Radrennen der Welt: die Tour de France (gesprochen: tur dö frongs). Wir beantworten ein paar Fragen dazu.

Was genau ist die Tour de France?

Die Tour de France ist ein Wettbewerb für Radrennfahrer. Er findet seit über 100 Jahren statt. Der Name ist französisch und bedeutet Frankreich-Tour. Die Sportler fahren zwar hauptsächlich durch Frankreich, aber nicht nur. Dieses Jahr beginnen sie zum Beispiel in Brüssel. Das ist die Hauptstadt von Belgien. Los geht es am Samstag. Es nehmen 176 Radfahrer teil. Das Rennen ist nur für Männer.

Wohin fahren die Radfahrer?

Das Ziel des Rennens ist Paris. Das ist die Hauptstadt von Frankreich. Die letzte Etappe führt auch über die berühmteste Straße dort, die Champs Élysées. Die Strecke ist insgesamt über 3000 Kilometer lang. Die fahren die Sportler aber nicht am Stück, sondern in 21 einzelnen Rennen. Mal sind die Touren sehr bergig. An anderen Tagen sind die Strecken eher flach. An zwei Tagen ist Pause. Die Tour de France dauert insgesamt also 23 Tage.

Was bedeuten die bunten Trikots?

Bei der Tour de France haben die Fahrer verschiedenfarbige Trikots an. Einige davon kann man sich während der Tour verdienen. Der Fahrer etwa, der insgesamt am besten gefahren ist, trägt ein gelbes Trikot. Das grüne Trikot bekommen die Fahrer mit den meisten Punkten. Die holen sich die Profis zum Beispiel, indem sie einzelne Etappen und Sprints gewinnen. Der Fahrer mit dem rot-weiß gepunkteten Trikot ist der beste Kletterer. Das ist der, der auf seinem Rad am schnellsten über die hohen Berge auf der Strecke kommt. Der Fahrer in dem weißen Trikot ist der beste Nachwuchsfahrer. Der Führer der Gesamtwertung, also der Fahrer im Gelben Trikot, bekommt außerdem einen süßen Plüschlöwen. In einem Zeitungsbericht stand, dass der bekannte australische Radprofi Cadel Evans seine Löwensammlung immer gehütet habe. „Er hat sie alle ins Hotelzimmer mitgenommen“, verriet ein Teambetreuer. Bei Pressegesprächen sah man Evans oft mit einem Löwen im Arm kuscheln. Verständlich: Wer hätte denn nicht lieber einen gelben Plüschlöwen als ein gelbes Trikot?

Was passiert, wenn die Radfahrer mal müssen?

Wer trinkt muss irgendwann aufs Klo. So geht es auch den Radfahrern bei der Tour de France. Die Sportler sitzen mehrere Stunden auf dem Rad. Klar, dass sie irgendwann mal müssen. Die Fahrer wollen aber keine Zeit verlieren. Was sollen sie also tun?

Wirklich aufs Klo gehen können die Fahrer meist nicht. Stattdessen halten manche am Rand der Strecke, um zu pieseln. Manchmal muss es aber auch ganz schnell gehen. Dann machen sie ihr kleines Geschäft vom Rad während der Fahrt. Am besten dort, wo keine Zuschauer oder Fernsehkameras sind.

(dpa/red)