1. Karlo Clever

Karlo Clever: Mit Blaulicht und Sirene unterwegs

Karlo Clever : Mit Blaulicht und Sirene unterwegs

Einen Brand löschen, Verletzte bergen: Übung gehört dazu, damit es im Notfall gut klappt. Die Jugendfeuerwehr Bartholomä hat sogar 24 Stunden am Stück geübt. Das ist anstrengend.

Um 13 Uhr geht plötzlich der Alarm los. Die Jungs und Mädchen von der Jugendfeuerwehr Bartholomä schlüpfen schnell in ihre Ausrüstung. Stiefel, Jacke, Helm – alle fertig? Dann kann es ja losgehen. Flink klettern sie in die beiden Feuerwehrautos, das Blaulicht leuchtet auf, die Sirene dröhnt. Abfahrt!

In einem der Fahrzeuge sitzen Ben, Marco, Philipp und Booth und Marco. Sie sind elf Jahre alt und seit einem Jahr bei der Jugendfeuerwehr. „Hier wird es nie langweilig“, erzählen die vier Jungs. Sie sind aufgeregt. Kein Wunder, es ist ihre erste große Übung. Am Einsatzort werden sie gleich zum Wasser- und zum Schlauchtrupp gehören. Ihre Aufgabe wird es unter anderem sein, die Schläuche möglichst schnell zu verlegen.

Einen Tag als Profi-Feuerwehrleute

Der Einsatz, zu dem die Jugendfeuerwehr gerade unterwegs ist, gehört zu einer 24-Stunden-Übung. Einen Tag lang tun die Jungs und Mädchen so, als wären sie Profi-Feuerwehrleute. Sie übernachten sogar im Feuerwehrhaus. Die Betreuer haben sich verschiedene Einsätze ausgedacht, so dass die Jugendfeuerwehr mehrmals ausrücken muss: Mal ist es nur ein Fehlalarm, mal muss eine Tür geöffnet werden. Einmal müssen die Jungs und Mädchen sogar nachts raus – wie richtige Feuerwehrleute eben.

Die beiden Fahrzeuge sind nun am Einsatzort angekommen. Schnell wird klar, um was es bei dieser Übung geht: In der Halle einer Schreinerei brennt es, vier Verletzte sollen gerettet werden. Ben, Marco, Philipp und Booth machen sich an die Arbeit. Sie suchen einen Hy­dranten für das Löschwasser, rollen die Schläuche aus, verbinden sie miteinander. Eine andere Gruppe bereitet sich darauf vor, in die Halle zu gehen. Ihre Aufgabe ist es, die Verletzten zu bergen. Das ist schwierig, denn die Halle ist voller Kunstnebel. Auf allen vieren kriechen sie vorwärts. Am Boden ist die Sicht noch am besten. Die Jugendlichen tragen ein Atemschutzgerät. Das ist aber nur ein Modell, das echte Gerät wäre zu schwer. Außerdem braucht man dafür eine Ausbildung.

Draußen haben Ben, Marco, Philipp und Booth die Schläuche verlegt. „Der ganze Qualm und dann auch noch der Zeitdruck: Das war gar nicht so einfach“, erzählen sie später. Doch sie haben es geschafft, halten den Schlauch fest und spritzen Wasser in hohem Boden Richtung Halle.

Die Betreuer sind zufrieden: „Fürs erste Mal war das sehr gut.“ Die vier Verletzten wurden gefunden, das Feuer ist gelöscht. Nun geht es zurück zum Feuerwehrhaus. Ben, Marco, Philipp und Booth sitzen im Fahrzeug und grinsen: „Das war richtig cool.“ Sie können es kaum erwarten, bis es wieder losgeht.

(dpa)