Kleber aus Apfelresten: Gibt‘s das?

Kleber aus Apfelresten: Gibt‘s das?

Schon mal Apfelsaft ausgeschüttet? Pappt ganz schön, oder? Dass Äpfel manchmal richtig klebrig sind, wollen Tüftler aus Nordrhein-Westfalen nun ausnutzen.

Sie basteln an einem Klebstoff aus Apfel-Trester. Trester nennt man die Fasern und Fetzen, die von den Äpfeln beim Pressen übrig bleiben. Firmen, die Äpfel verarbeiten, werfen den Apfel-Trester oft weg oder sie verfüttern ihn an Tiere.

Die Idee, Kleber aus dem Trester zu machen, stammt von einem Apfelsaft-Hersteller aus Südtirol. Der wusste nicht, was er aus den großen Mengen Apfel-Trester machen soll. Das erzählt Marco Bastian. Er ist einer der Klebstoff-Bastler. Sein Apfel-Kleber soll einmal Etiketten auf Glasflaschen haften lassen. Damit das aber irgendwann funktioniert, müssen die Tüftler erst einmal ein richtig gutes Rezept finden.

Der Kleber soll nämlich noch viel mehr. Er soll zum Beispiel schnell trocknen und beim Saubermachen der Flasche wieder gut abgehen. Wann der Apfel-Trester der Bastler einmal Etiketten auf Flaschen klebt, ist noch nicht sicher. „Klebstoff entwickeln ist wie Kuchen backen“, sagt Marco Bastian. „Für ein gutes Ergebnis muss vieles stimmen.“

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