Ironman-WM auf Hawaii: Harter Wettkampf auf Urlaubsinsel

Ironman-WM auf Hawaii : Harter Wettkampf auf Urlaubsinsel

Hawaii ist berühmt für seine Strände, aber auch für seinen Triathlon. Die Strecken, die die Sportler schwimmen, Rad fahren und laufen, sind länger als bei anderen Rennen.

Nach Hawaii reisen verliebte Paare gerne nach ihrer Hochzeit. Sie liegen dann am Strand, sonnen sich und gehen im Pazifischen Ozean baden. In dieser Woche sind aber nicht nur Urlauber auf Hawaii unterwegs, sondern auch jede Menge Sportlerinnen und Sportler.

Auf Hawaii steht nämlich am kommenden Wochenende eine ganz besondere Weltmeisterschaft an: der Ironman (gesprochen: airenmän). Dabei messen sich Triathletinnen und Triathleten. So ein Triathlon besteht aus drei Teilen: Schwimmen, Radfahren und Laufen. Beim Ironman sind die Strecken allerdings deutlich länger als beim normalen Triathlon.

Die Sportlerinnen und Sportler müssen knapp vier Kilometer im Meer schwimmen, etwas mehr als 180 Kilometer Rennrad fahren und etwa 42 Kilometer laufen. Die Laufstrecke ist so lang wie ein Marathon. Allein dieser Teil ist selbst für sportliche Leute eine große Herausforderung. Für das komplette Rennen brauchen die Besten der Welt etwa acht Stunden.

Doch nicht nur der Wettkampf hat es in sich, auch der Weg dorthin. Wer bei der Weltmeisterschaft starten will, muss sich normalerweise dafür qualifizieren. Dafür müssen die Sportler bei anderen Ironman-Rennen einen bestimmten Platz erreichen. Am besten ist, sie gewinnen eines der anderen Rennen.

Beim Ironman auf Hawaii gehen übrigens nicht nur Profis an den Start. Auch Sportler, die das Ganze als Hobby machen, treten an. Sie werden in verschiedene Altersklassen eingeteilt. Extrem viel trainieren müssen sie aber alle, um ins Ziel zu kommen.

Außerdem geben die Teilnehmer viel Geld für ihren Sport aus. Die Profi-Triathletin Anne Haug hat für die Reise 10.000 Euro an Kosten eingeplant. „Das ist schon happig“, sagt sie. Wer sich entscheidet, auf Hawaii mitzumachen, muss umgerechnet rund 890 Euro Anmeldegebühr bezahlen. Es sei denn, man hat Glück und gewinnt einen Startplatz bei einer Verlosung.

Neben dem Startplatz brauchen die Sportler auch eine Unterkunft – und die Zimmer dort auf Hawaii sind ebenfalls sehr teuer. Meist reisen die Triathleten schon mehrere Tage vor dem Rennen an. Schließlich müssen sie sich erst an das heiße und schwüle Klima dort gewöhnen. Auch die Flüge nach Hawaii kosten viel Geld. Denn die Reise ist lang. Von Deutschland braucht man locker 30 Stunden. All das nehmen die Triathleten gerne auf sich, um einmal beim Ironman auf Hawaii dabei zu sein.

(dpa)
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