Fernsehturm: Im Himmel über Berlin

Fernsehturm : Im Himmel über Berlin

Jeden Tag wollen Tausende Besucher vom höchsten Bauwerk Deutschlands heruntergucken. Der Berliner Fernsehturm steht mitten in der Stadt. Vor 50 Jahren wurde er eröffnet.

In Geschenkeläden gibt es ihn zu kaufen: aus Glas, Plastik und auch aus Schokolade. Man sieht ihn auf Fotos, Plakaten, Taschen und T-Shirts. Denn er ist eines der bekanntesten Wahrzeichen der Hauptstadt Berlin: der Fernsehturm. Er steht mitten in der großen Stadt, auf dem Alexanderplatz. Dorthin strömen tagtäglich Tausende von Besuchern. Sie alle wollen auf den Turm hinauf.

Fernsehtürme gibt es in Deutschland viele. In Städten wie Hamburg, Köln, Frankfurt, Stuttgart oder München zum Beispiel. Sie senden Funksignale, über die man Fernseh- und Radiosender empfangen kann. Die meisten Fernsehtürme stehen irgendwo außerhalb einer großen Stadt. In Berlin ist das anders.

Auch in Berlin sollte der Fernsehturm ursprünglich außerhalb der Stadt stehen. Doch an seinem geplanten Platz wäre er dem Flugverkehr im Weg gewesen. Also wurde der Turm im Zentrum der Stadt gebaut. Einerseits, na klar, um den Empfang der Fernsehsender zu verbessern. Aber auch, um ein bisschen anzugeben. Man wollte zeigen, was man für tolle Bauwerke errichten konnte. Denn damals war Deutschland noch in zwei Länder geteilt, in die DDR und in die BRD. Mit dem Fernsehturm wollte die DDR im Osten gegenüber der BRD im Westen prahlen.

Im Jahre 1965 begannen Arbeiter mit dem Bau. Erst wurde der Schaft des Turms aus Beton errichtet, also die Säule, die hoch in den Himmel ragt. Dann wurde das Gerüst der Stahlkugel auf dem Boden zusammengebaut, ein Koloss mit etwa 30 Metern Durchmesser und einem Gewicht von fast 5000 Tonnen! Dann wurde alles mit einem großen Kran auf den Schaft gesetzt.

Zum Schluss wurde eine große rot-weiße Antenne auf die Kugel montiert. Die macht den Turm mit seinen 368 Metern bis heute zum höchsten Bauwerk Deutschlands. Vier Jahre später waren die Arbeiten fertig. Am 3. Oktober 1969 wurde der Berliner Fernsehturm eröffnet.

Der Schaft des Turms ist innen fast komplett hohl. Darin sind nur zwei Fahrstühle für Besucher, einer für Techniker und Mitarbeiter und eine Notfalltreppe. Der Aufzug führt zu einer Aussichts-Plattform in der Kugel. Von dort hat man bei schönem Wetter einen tollen Blick über Berlin. Bildtafeln und Beschreibungen erläutern die Sehenswürdigkeiten der Stadt und helfen, sich zurechtzufinden.

(dpa)
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