Moskau/Köln: Gespannt: Gelingt endlich die Mars-Landung?

Moskau/Köln: Gespannt: Gelingt endlich die Mars-Landung?

Die Spannung steigt mit jedem Kilometer, die sich die europäisch-russische Sonde dem Mars nähert. Erstmals wollen die Europäische Raumfahrtagentur Esa und ihr russischer Partner Roskosmos gemeinsam ein Testmodul auf dem Roten Planeten landen lassen.

Das Projekt heißt ExoMars. Damit suchen die Weltraumforscher nach Spuren von Leben auf dem Nachbarplaneten der Erde. Nach rund 500 Millionen Kilometern und sieben Monaten Flugzeit wird es echt spannend. Dann soll das Testmodul „Schiaparelli“ auf dem Mars landen. Das ist für den 19. Oktober geplant.

Alles muss ganz genau funktionieren. Die Daten der Sonde brauchen rund zehn Minuten, um vom Mars zur Erde zu gelangen. Ein Computer steuert das Landemanöver. Wenn also Informationen über Probleme im Kontrollzentrum auf der Erde eintreffen, dann kann „Schiaparelli“ längst als Weltraumschrott auf dem Mars liegen.

Die Forscher auf der Erde haben fast keine Möglichkeit einzugreifen. Das Landung ist auf sechs Minuten programmiert. Die Forscher sind optimistisch. Bei Simulationen — also Versuchen — landete „Schiaparelli“ in 98 Prozent der Fälle planmäßig auf dem Mars. Warum sollte es dann in der Praxis nicht auch funktionieren.

Dennoch sind die Forscher sehr aufgeregt. „Es ist, als wenn man gerade die Abschlussprüfung in der Schule macht und schon daran denkt, dass man nächstes Jahr zur Uni muss.“ So erklärt Jorge Vago die Aufregung vor der Landung. Er ist ein Experte bei der Esa.

(red)
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