1. Karlo Clever

Hamburg: Für gleiche Chancen kämpfen

Hamburg : Für gleiche Chancen kämpfen

Der Welt-Mädchentag dreht sich um die Belange und Probleme von Mädchen und jungen Frauen. Zuhören sollten aber trotzdem alle – denn das Thema geht jeden etwas an.

Den Welt-Mädchentag gibt es schon seit zehn Jahren. Er findet immer am 11. Oktober statt. Hier erfährst du, was es damit auf sich hat.

Warum gibt es den Welt-Mädchentag?

An diesem Tag wird auf die Probleme aufmerksam gemacht, die viele Mädchen weltweit haben. „Mädchen werden einfach nicht so gesehen und gestärkt wie die Jungs“, erklärt Kathrin Hartkopf von der Hilfsorganisation Plan International Deutschland. Damit sich die Lage für die Mädchen verbessert, muss man die Probleme ansprechen.

Wie ist die Lage für die Mädchen weltweit?

In vielen Ländern haben Mädchen schlechtere Chancen als Jungen. Zum Beispiel bei der Bildung: Viele Mädchen dürfen gar nicht oder nur kurz in die Schule gehen. Sie lernen dann nicht lesen oder schreiben. Ohne einen Schulabschluss ist es sehr schwierig, später eine gute Arbeit zu finden. In einigen Ländern in Asien, Afrika und Südamerika müssen Mädchen auch sehr früh heiraten und Kinder bekommen – obwohl sie das nicht wollen.

Wie ist die Situation für Mädchen in Deutschland?

In Deutschland gilt für alle Kinder und Jugendlichen die Schulpflicht. Mädchen sind dabei besonders erfolgreich: „Es machen mehr Mädchen als Jungen das Abitur“, erklärt Kathrin Hartkopf. Auch im Studium schneiden junge Frauen gut ab.

Trotzdem gibt es auch bei uns Ungerechtigkeit, zum Beispiel, wenn es um die Karriere geht. Viele Chef-Positionen in der Politik oder in der Wirtschaft gehören immer noch Männern. Oft wird von Frauen auch erwartet, dass sie sich um Kinder und den Haushalt kümmern. Für diese Arbeit werden sie nicht bezahlt.

Wie kann man Mädchen unterstützen?

Es gibt weltweit viele Projekte für den Schutz von Mädchen und jungen Frauen. Die Helfer setzen sich zum Beispiel dafür ein, dass mehr Mädchen zur Schule gehen dürfen. Oder dass ihr Schulweg sicherer wird. Kathrin Hartkopf findet es auch wichtig, dass Mädchen und junge Frauen schon früh in der Politik mitmachen. „Wir müssen Mädchen darin stärken, ihre Stimme einzubringen“, erklärt sie. So können sie sich auch besser für ihre eigenen Interessen einsetzen und damit anderen helfen. Denn: „Mädchen müssen zusammenhalten.“ (dpa)

(dpa)