First Lady: Die Erste Dame im Land

First Lady : Die Erste Dame im Land

Früher trug Elke Büdenbender oft eine Robe. Denn sie war eine wichtige Richterin. Nun hat sie einen ganz anderen Job, für den sie nicht einmal bezahlt wird. Trotzdem mag sie ihn.

Den amerikanischen Präsidenten Donald Trump kennt fast jeder. Und auch seine Frau Melania Trump ist sehr bekannt. Sie trägt auch einen besonderen Titel: First Lady (gesprochen: först läidi). Das ist Englisch und bedeutet: erste Dame. Doch nicht nur in den Vereinigten Staaten von Amerika wird die Frau des Präsidenten so genannt.

Auch in Deutschland gibt es eine First Lady. Sie heißt Elke Büdenbender und ist die Frau des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier. Die Bezeichnung ist aber nicht etwa in einem Gesetz festgelegt. Der Name wurde einfach aus den Vereinigten Staaten von Amerika übernommen.

Viele Aufgaben

Eigentlich ist Elke Büdenbender Richterin. Doch vor fast drei Jahren wurde ihr Ehemann Bundespräsident. Das ist das höchste politische Amt in Deutschland. Seitdem arbeitet sie nicht mehr in ihrem Beruf. Das würde sie gar nicht schaffen, denn sie hat heute andere Aufgaben.

Sie empfängt etwa Gäste oder begleitet ihren Mann auf Reisen. „Die First Lady muss sich ein Thema suchen, für das sie sich einsetzt“, sagt der Experte Alfred Hornung. „Aber sie darf sich nicht zu stark in die Politik einmischen.“ Insgesamt sei das genauso viel Arbeit wie ein ganz normaler Job. Geld bekommt die First Lady aber nicht dafür.

Elke Büdenbender setzt sich etwa besonders für Kinder ein, denen es nicht so gut geht. „Mir ist es ganz besonders wichtig, dass Kinder gerecht und fair behandelt werden“, sagt sie. Außerdem wolle sie, dass Kinder eine schöne Kindheit haben und eine gute Bildung erhalten. „Das ist für mich ein echtes Lebensthema. Mein Ziel ist, dass wir alle Kinder mitnehmen“, sagt Elke Büdenbender.

Elke Büdenbender vermisst ihren alten Beruf. „Ich bin wirklich gerne Richterin“, sagt sie. Sie mag aber auch ihre neuen Aufgaben: „Ich hätte im Leben nicht damit gerechnet, dass ich mal das Glück haben würde, so besondere Erfahrungen zu machen.“ Das empfinde sie als besondere Ehre. Sie und ihr Mann arbeiten im Schloss Bellevue (gesprochen: bellwü) in der Stadt Berlin, aber sie wohnen nicht dort.

„Ich trage auch keine Krone“, erzählt die First Lady. Eigentlich kleide sie sich auch ganz normal, oft auch in Hosen. „Ich habe nur manchmal lange Kleider an, manchmal auch kurze Kleider.“

(dpa)