1. Karlo Clever

Tierwelt: Esel haben beste Freunde

Tierwelt : Esel haben beste Freunde

Der Esel ist dieses Jahr das Haustier des Jahres! Im Haus lebt er aber normalerweise nicht. Hier erfährst du, was er braucht und warum wir Menschen die Tiere schon so lange halten.

Hund, Schaf, Pferd, Meerschweinchen, Ziege: Diese Tiere waren in den vergangenen Jahren „Haustier des Jahres“. Und wer ist es dieses Jahr geworden? Der Esel!

„Man geht nicht mehr nur mit dem Hund durch die Natur, sondern auch mit anderen Tieren wie Lamas oder eben Eseln“, sagt Carola Otterstedt. Sie ist von der Stiftung, die das „Haustier des Jahres“ kürt.

Eines der ältesten Haustiere

Im Haus sollte man die Tiere aber nicht halten! Esel leben am liebsten draußen. Die Wildesel, von denen sie abstammen, kommen aus den Steppen Afrikas. Wenn ein Wildtier von den Menschen zu einem Haustier gemacht wird, nennt man das domestizieren. Mit dem Esel wurde das schon vor vielen Tausend Jahren gemacht. Er gilt als eines der ältesten Haustiere der Menschen. „Seitdem sind Esel dem Menschen eine große Hilfe, zum Beispiel als Tragetiere“, sagt Hester Pommerening vom Deutschen Tierschutzbund.

Trotzdem haben die Tiere ähnliche Bedürfnisse wie die frei lebenden Esel. „In freier Wildbahn bewegt sich der Esel fast den ganzen Tag“, sagt Frau Pommerening. Esel brauchen also viel Platz, Bewegung und frische Luft. Ein Unterstand oder Stall, in dem sie sich zurückziehen können, ist ebenfalls wichtig.

Einen besten Freund fürs Leben

Außerdem sollte man Esel nicht einzeln halten. Sie leben in Gruppen und haben oft einen besten Freund fürs Leben. „Wenn man einen Esel von seinem Freund trennt, ist das eine Katastrophe. Er ruft nach seinem Partner und vereinsamt“ sagt Carola Otterstedt.

Füttern sollte man Esel mit Heu und Stroh. Zu viel frisches Gras verträgt das frühere Steppentier nicht so gut. „Äpfel oder Karotten sollten nur in kleinen Mengen als Belohnung gereicht werden“, sagt Hester Pommerening. Zum Beispiel bei einer Wanderung mit Eseln ist das mal okay. Heutzutage werden viele Esel nämlich für solche Freizeitbeschäftigungen gehalten. „Und weil die Menschen Esel-Freunde sind“, sagt Hester Pommerening.

(dpa)