1. Karlo Clever

Gewürze: Es duftet nach Weihnachten

Gewürze : Es duftet nach Weihnachten

Wir brauchen Gewürze für den Lebkuchen-Teig oder für Spekulatius. Manche sind typisch für die Adventszeit. Wir stellen dir die wichtigsten vor und verraten, wo sie herkommen.

Mmmmh, das duftet aber lecker! Wenn wir bestimmte Gewürze riechen, denken viele von uns unwillkürlich an Weihnachten. Bei Zimt ist das zum Beispiel so. Oder bei Anis. Doch was hat es mit diesen Gewürzen eigentlich auf sich?

A wie Anis

In der Fachsprache hat dieses Gewürz einen lustigen Namen – Pimpinella anisum. Wir sagen aber einfach nur Anis. In manchen Gegenden wird das Wort mit einem langen A ausgesprochen, woanders mit einem langen I.

Anis ist ein sehr altes Gewürz. Es wurde schon in der Antike verwendet, das heißt vor mehreren Tausend Jahren. Zum Beispiel würzte man Brotteig mit den kleinen Samen. Denn die Samen der Anis-Pflanze enthalten ein besonderes Öl. Es heißt Anethol. Das sorgt für den typischen Anis-Geschmack, der ein wenig an Lakritz erinnert.

K wie Kardamom

Dieses Gewürz stammt ursprünglich aus Indien, einem riesigen Land in Südasien. Auch Kardamom gehört zu den ältesten Gewürzen der Welt, es wird seit Tausenden Jahren genutzt. Wir verwenden es vor allem zum Backen, zum Beispiel für Lebkuchen oder Spekulatius. Die Kardamom-Pflanze wird etwa einen Meter hoch. Genutzt werden nur die Samen, die in einer grünlichen Kapsel stecken.

N wie Nelke

Vor mehreren Hundert Jahren gehörte die Nelke zu den teuersten Gewürzen der Welt! Ursprünglich stammt sie von den Molukken. Das ist eine Insel-Gruppe in Südostasien. Heute gehören die Inseln zum Land Indonesien.

Nelken sind die Blütenknospen des Gewürznelken-Baums. Die Knospen werden von Hand gepflückt und getrocknet – dabei bekommen sie ihre schwarzbraune Farbe, so dass sie aussehen wie winzige Spieße.

Z wie Zimt

Die einen mögen ihn, die anderen nicht – den Duft von Zimt. Das Gewürz gibt es gemahlen oder als kleine Stangen zu kaufen. Doch was ist Zimt eigentlich? Es ist die getrocknete Rinde des Zimtbaumes! Die Ernte ist aufwendig, denn man verwendet nur einen bestimmten Teil der Baumrinde: jene Schicht, die unter der äußeren Rinde liegt. Mit einem speziellen Messer wird sie abgeschält und in Stücke zerlegt. Wenn die Rinde dann trocknet, rollt sie sich zusammen zu Stangen.

(dpa)