1. Karlo Clever

Karlo Clever: Eine Veranstaltung für Leseratten

Karlo Clever : Eine Veranstaltung für Leseratten

Ute Krause weiß gar nicht mehr, wie oft sie schon auf der Frankfurter Buchmesse zu Gast war. Aber sie weiß, worauf sie sich dort freut! Davon erzählt die Kinderbuchautorin uns.

Sie ist die größte Buchmesse der Welt. Tausende Aussteller kommen zur Frankfurter Buchmesse, dazu Zehntausende Besucherinnen und Besucher. Und mittendrin: Kreative Menschen wie Ute Krause. Sie schreibt und illustriert seit vielen Jahren Kinderbücher. Von ihr stammen zum Beispiel die Buchreihen „Die Muskeltiere“ und „Minus 3“. Im Interview mit Nicole Bastong erzählt sie, was sie sich von der Buchmesse erhofft.

Frau Krause, was machen Sie all die Tage auf der Buchmesse?

Ute Krause: Das ist nicht meine erste Buchmesse – ich weiß gar nicht mehr, wie oft ich da war. Ich habe ja schon sehr viele Bücher geschrieben, das heißt, ich habe über die Jahre mit sehr vielen Verlagen zusammengearbeitet. Und dann ist die Buchmesse manchmal wie so ein großes Familientreffen. Also, das ist immer sehr schön.

Sie freuen sich also darauf?

Krause: An den Wochenenden war es schon manchmal unglaublich voll. Ich weiß nicht, wie es nun nach Corona sein wird. Das kann anstrengend sein, wenn man sich nur durch die Massen schiebt. Aber wenn das nicht der Fall ist, ist es eigentlich immer eine schöne Zeit. Ich freue mich, wenn ich den Kindern begegne und Bücher signiere und wir miteinander reden. Das ist immer ganz toll. Und dann habe ich auch noch Lesungen, vier dieses Mal.

Und sind Sie denn noch aufgeregt, wenn Sie vor anderen lesen?

Krause: Nein. Das war ich eigentlich nie. Ich glaube, ich habe eine ganz große Zuneigung zum Publikum. Und ich denke, wenn man die hat, dann ist man eigentlich nicht so nervös.

Lesen Sie nur vor oder erzählen Sie zwischendurch auch etwas?

Krause: Immer beides. Ich erzähle gern. Weil Kinder dann tatsächlich besser zuhören können.

Welches Publikum ist Ihnen am liebsten?

Krause: Ich kann immer sofort sehen, welchen Kindern zu Hause vorgelesen wird und welchen nicht. Ich würde mir wünschen: Kinder, fordert das ein, dass eure Eltern euch vorlesen und euch nicht vor den Fernseher setzen, weil das so eine wunderschöne Erfahrung ist. Wer das Vorlesen gewohnt ist, kann ganz anders zuhören.

Wie geht es Ihnen, wenn Sie Ihre Bücher dann später im Laden sehen?

Krause: Das ist immer eine Freude. Und dann auch von den Buchhändlern zu hören, dass die Bücher ihre Liebhaber haben.

(dpa)