1. Karlo Clever

Popakademie in Mannheim: Eine Schule für Stars von morgen

Popakademie in Mannheim : Eine Schule für Stars von morgen

An der Popakademie in der Stadt Mannheim lernen Studierende alles, was sie für eine Karriere in der Musikbranche brauchen. Einige werden später tatsächlich Popstar!

Udo Dahmen ist einer der Chefs der Popakadmie in der Stadt Mannheim. Akademie bedeutet in etwa Hochschule. Er verrät im Interview mit Stefanie Paul, wie man es an die Popakademie schafft und was man dort alles lernen kann.

Herr Dahmen, ich würde gerne Popstar werden. Bin ich da bei Ihnen an der Popakademie richtig?

Udo Dahmen: Sicherlich träumen viele davon, später einmal Popstar zu werden. Die Popakademie bildet aber keine Popstars aus, sondern in erster Linie Musikerinnen und Musiker. Und natürlich auch zukünftige Musikmanager.

Aber wenn man die Popakademie absolviert hat, kann es schon passieren, dass man auch Popstar wird, oder?

Dahmen: Ja, natürlich. Joris ist so ein Beispiel. Oder Alice Merton. Sowohl sie selbst als auch ihre Band haben an der Popakademie studiert.

Kann man das irgendwie erkennen, ob jemand später erfolgreich wird?

Dahmen: Das kann man nicht wirklich vorhersagen. Denn da gehören ganz verschiedene Dinge dazu. An der Popakademie treffen sich viele unterschiedliche Musiker. Die vernetzen sich miteinander, arbeiten zusammen, inspirieren sich gegenseitig. Manche Leute entwickeln sich dadurch wahnsinnig weiter – und machen dann sehr, sehr interessante Musik.

Was muss ich tun, um an der Pop­akademie studieren zu können?

Dahmen: Wir haben natürlich sehr viele Bewerber. Auf alle Studiengänge gibt es ungefähr 700 Bewerbungen im Jahr – und wir können aber nur 100 Plätze vergeben. Ganz am Anfang muss man unter anderem einen Fragebogen ausfüllen und drei Musikstücke einschicken. Dazu gehört auch ein Video, so dass wir sehen können, wie derjenige oder diejenige das live umsetzt und rüberkommt. Aus diesen Einsendungen wählen wir dann aus und laden die Bewerber zur Aufnahmeprüfung ein.

Wie läuft diese Aufnahmeprüfung ab?

Dahmen: Die Bewerber müssen zum Beispiel eine Prüfung in Musiktheorie absolvieren, einen Aufsatz schreiben und natürlich auch live vor einer Jury vorspielen. Das alles dauert mehrere Tage. Anschließend suchen wir uns die Leute aus, von denen wir glauben, dass sie das größte Potenzial haben. Alle Leute, die an der Popakademie aufgenommen werden, sind dermaßen talentiert, dass aus ihnen später tatsächlich ein Popstar werden könnte.

Warum braucht man denn überhaupt so etwas wie eine Popakademie?

Dahmen: In der Popmusik geht es vor allem darum, Songs zu komponieren und zu produzieren. Es geht darum, wie man Texte schreibt, Arrangements macht und wie man die Songs produziert. Das alles muss man lernen. Und man muss wissen, wie die Musikbranche funktioniert. Zu einem gestandenen Künstler gehört dazu, dass er weiß, worauf er sich einlässt. Und natürlich müssen die Leute von ihrer Musik auch leben können. Das ist uns ganz wichtig.

(dpa)