1. Karlo Clever

Berlin: Ein Walkman: Was ist das denn?

Berlin : Ein Walkman: Was ist das denn?

Es gibt bestimmte Wörter, die man früher häufig gehört hat, heute dagegen nicht mehr. Denn Sprache verändert sich. Manche Begriffe verschwinden. Dafür kommen neue hinzu. Viel Spaß beim Quiz!

Wir gehen in die Penne. Kannst du mit diesem Satz etwas anfangen? Schüler vor etwa 60 Jahren konnten das noch ganz gut. Früher haben viele Schüler in Deutschland Penne gesagt, wenn sie Schule meinten. Das hat seinen Ursprung in der lateinischen Sprache. Penna heißt Feder.

Und früher schrieben die älteren Schüler mit Federn, die sie in Tinte tauchten. Die jüngeren Schüler schrieben mit Kreide auf Tafeln. Deshalb nannte man ein Gymnasium früher auch Penne. Sprechen wir heute von Penne, dann meinen wir bestimmte Nudeln. So sehr kann sich Sprache verändern.

Kassettenspieler

Manchmal brauchen wir ein Wort nicht mehr. Vielleicht, weil wir das Ding dazu nicht mehr benutzen oder ein besseres Wort dafür gefunden haben. Dann können Wörter sterben. Viele besaßen zum Beispiel früher einen Walkman. Das ist ein kleiner Kassettenspieler, den man vor etwa 30 Jahren mit sich herumtrug, um Musik zu hören oder Bibi Blocksberg und Benjamin Blümchen.

Früher haben Kinder und Erwachsene ihre Lieblingsmusik auf Kassetten gespeichert, die man im Laden kaufen konnte. Und sie haben sie zum Beispiel mit dem Walkman gehört. Heute kennen viele Kinder dieses Wort nicht mehr, weil sie so etwas nie gehabt haben. Wörter können aber auch neu entstehen. Das Wort chillen etwa steht seit dem Jahr 2004 im Duden, dem deutschen Rechtschreibwörterbuch. Das Wort bedeutet, sich zu entspannen. Es klingt aber irgendwie cooler. Es kommt aus dem Englischen, wie viele Wörter, die wir heute kennen.

Die Römer

Wer genau hinsieht, entdeckt, dass viele deutsche Wörter von anderen Sprachen kommen. Vor langer Zeit war Latein stark verbreitet. Dafür waren die Römer verantwortlich. Sie beherrschten weite Teile Europas. Viele Wörter, die wir heute benutzen, kommen aus dem Lateinischen. Das Wort „Straße“ zum Beispiel beruht auf dem lateinischen Wort „strata“.

Auch von den französischen Nachbarn haben die Deutschen viele Wörter übernommen. Dazu gehört etwa Dessert, also Nachtisch, oder auch Möbel (meuble). Vor einigen Hundert Jahren war es in Deutschland sogar in bestimmten Kreisen schick, sich auf Französisch zu unterhalten.

(red)