1. Karlo Clever

Angst vor Nadeln: Ein Piks für die Gesundheit

Angst vor Nadeln : Ein Piks für die Gesundheit

Viele Menschen mögen keine Spritzen. Manche haben sogar richtig Angst vor der spitzen Nadel. Hier erfährst du, woran das liegt und was man dagegen machen kann.

Der Piks ist nur ganz kurz im Bild, aber das reicht vielen schon. In den Nachrichten sind gerade ständig Bilder von Spritzen zu sehen. Klar, die Impfungen zum Schutz vor dem Coronavirus haben vor einiger Zeit begonnen. Das ist ein wichtiges Thema.

Der Impfstoff gegen die Krankheit Covid-19 wird durch eine Spritze verabreicht. „Die Nadel ist der beste Weg, um manche Arzneimittel in den Körper zu bekommen“, erklärt Dilek Saglam. Sie ist Ärztin für Kinder und Jugendliche.

Auch du wurdest bestimmt schon mal geimpft. Vielleicht hast du dich ein bisschen unwohl gefühlt vor der Spritze? Das ist ganz normal. „Die Spritze pikst für einen kleinen Moment“, sagt die Ärztin.

Der Arzt und Komiker Eckart von Hirschhausen kann verstehen, dass viele Menschen keine Spritzen mögen. „Es geht uns buchstäblich etwas unter die Haut“, sagt er. Der Körper wird dabei ein bisschen verletzt und blutet kurz. Dieser Gedanke macht uns Angst. Manch einer muss sogar weggucken, wenn im Fernsehen eine Spritze zu sehen ist.

Einige Menschen haben eine richtige Phobie. Damit ist eine extreme Angst gemeint, zum Beispiel vor bestimmten Gegenständen oder Situationen. Betroffene Menschen zittern, schwitzen oder fallen in Ohnmacht, wenn es um Spritzen geht.

Solche Ängste kann man aber in den Griff bekommen. Enno Maaß ist Psychotherapeut und hilft Menschen dabei. „Lerne, was passiert und frag auch mal, ob es wehtut“, rät er. Außerdem sei es hilfreich, so eine Spritze mal selbst in die Hand zu nehmen und sich daran zu gewöhnen. Kinder lässt er dann zum Beispiel so tun, als würden sie einen Teddy impfen. Das kann dann dabei helfen, dass sie weniger Angst haben.

Oft ist der Moment vor der Spritze der schlimmste. „Der Gedanke an den Piks schmerzt meistens mehr als in Wirklichkeit“, sagt die Ärztin Dilek Saglam. Ablenkung könne zum Beispiel helfen. Bei ihr in der Praxis gibt es außerdem eine kleine Nascherei als Belohnung.

(dpa)