1. Karlo Clever

Tierische Kostüme: Die Tiere mit der Maske

Tierische Kostüme : Die Tiere mit der Maske

Karneval ist bei uns die Zeit von Kostümen und Schminke. Einige Tiere tragen das ganze Jahr über eine auffällige Zeichnung. Dabei setzen sie meist auf eine bestimmte Farbe: schwarz.

Die einen verkleiden sich als Biene oder als Tiger. Andere schlüpfen in ein Bären-Kostüm oder Zebra-Kleid. An Karneval, Fasching oder Fastnacht schlüpfen Menschen in Kostüme. Oft gehört dazu auch Schminke oder Maske. Doch nicht nur Menschen nutzen so etwas! Auch einige Tiere sehen maskiert aus. Allerdings tragen sie ihre Masken das ganze Jahr über.

Natürlich verwenden die Tiere keine Maske, die man sich zum Beispiel mit einem Gummiband über den Kopf zieht. Auch Schminke brauchen sie nicht. Bei ihnen spricht man von Masken, wenn zum Beispiel die Farben des Fells oder des Gefieders so ähnlich aussehen, als hätten sie eine Maske auf. Dabei sind die Masken meist nicht bunt gefärbt! Sondern fast immer schwarz.

Bei Waschbären etwa ist das so: Die Tiere sind grau, haben aber ein helles Gesicht mit einem dunklen Streifen rund um die Augen. Ganz ähnlich sehen Marderhunde aus, sie haben ebenfalls so eine Gesichtsmaske. Auch Gämsen, das sind ziegenartige Tiere in den Bergen, haben schwarze Streifen im hellen Gesichtsfell.

Meist dunkel um die Augen

Doch nicht nur einige Säugetiere sehen so aus, als hätten sie sich verkleidet. Auch Vögel haben diese Färbung! Experten vom Naturschutzbund im Bundesland Baden-Württemberg nennen als Beispiele die Nilgans und den Wanderfalken. Nilgänse fallen vor allem wegen der dunklen Flecken um die Augen auf. Und auch bei Wanderfalken sind die Federn am Hals hell. Das Gefieder um Augen hingegen ist dunkel.

Die Rainfarn-Maskenbiene macht das andersrum. Sie trägt lieber eine weiße Maske. Die Wildbiene erinnert vom Aussehen ein bisschen an dunkle Ameisen. Die Männchen haben zusätzlich auffällige weiße Stellen im Gesicht. Daher kommt der Name des Insektes. Bei Weibchen sind die Flecken weniger deutlich ausgeprägt.

 Dauerhaft verkleidet: Waschbären (links oben), Nilgänse (rechts oben), Wanderfalken (links unten) und Gämse.
Dauerhaft verkleidet: Waschbären (links oben), Nilgänse (rechts oben), Wanderfalken (links unten) und Gämse. Foto: dpa/Fredrik von Erichsen

All diese Tiere tragen diese Gesichtszeichnungen nicht, um ulkig auszusehen. Sondern weil es nützlich ist! Die Fachleute vom Naturschutzbund erklären, dass solche Masken verschiedene Zwecke erfüllen können. Manchmal dient die Maske der Tarnung: Im Gebüsch oder zwischen Bäumen und Gräsern fallen Angreifer damit nicht so schnell auf. Beutetiere mit einer Masken-Tarnung wiederum können sich besser verstecken.

Manchmal helfen die dunklen Stellen um die Augen den Tieren auch, nicht so sehr vom Licht geblendet zu werden. Denn trifft Sonnenlicht auf ein schwarzes Federkleid oder schwarzes Fell, wird es nicht so stark gespiegelt. Weißes Fell hingegen wirft mehr Licht zurück. Ganz schön praktisch!

(dpa)