1. Karlo Clever

Der Ramadan: Warum fastet Sami gerade?

Der Ramadan: Warum fastet Sami gerade?

Sami ist neun Jahre alt und Fußball-Fan von Bayern München. Er geht in die vierte Klasse und lebt in der Stadt Berlin. Gerade ist für ihn eine besondere Zeit: Vor einigen Tagen hat der Fastenmonat Ramadan begonnen.

Gläubige Muslime verzichten dabei tagsüber auf Essen und Trinken. Erst nach dem Sonnenuntergang nehmen sie Nahrung zu sich. Das ist ganz schön schwierig, besonders wenn es draußen warm ist. Kannst du dir vorstellen, etwa nach dem Sport nichts zu trinken?

Auf das Fasten folgt später ein großes Fest, auch Zuckerfest genannt. Bis dahin halten sich gläubige Muslime aber an die Regeln. Diese gelten aber nicht für alle: Kinder zum Beispiel brauchen nicht zu fasten, kranke Menschen und schwangere Frauen auch nicht. Sami fastet trotzdem ein bisschen, weil er es möchte. Er erzählt, warum er mitmacht und was das Fasten für ihn bedeutet.

Wann hast du das erste Mal gefastet?

Sami: Vor ungefähr fünf Jahren. Damals war ich also vier Jahre alt.

Welche Regeln gibt es beim Fasten, was musst du beachten?

Sami: Ich darf am Ramadan nichts trinken und essen. Aber wenn ich es nicht schaffe, dann kann ich auch abbrechen. Beim Fasten soll man deshalb auch keinen Sport machen, denn wenn man schwitzt, dann bekommt man viel Durst.

Wie läuft das Fasten in der Schule?

Sami: An den Schultagen faste ich nicht, nur am Wochenende. Und dann faste ich auch nicht den ganzen Tag, sondern nur bis nachmittags so um 16 Uhr. In der Schule kenne ich keine anderen Kinder, die fasten.

Fällt dir das Fasten eigentlich schwer?

Sami: Man bekommt schon Hunger oder Durst, aber das ist schon okay. Das kann man aushalten, wenn man sich bemüht. Man darf sich nur nicht zu viel Stress machen. Denn dann passiert es, dass man schnell durstig wird.

Ist es trotzdem gut, zu fasten, auch wenn man nur teilweise mitmacht?

Sami: Ja, denn es geht nicht nur um das Fasten. Auch das Verhalten zählt mit, wie man sich etwa mit seinen Geschwistern versteht. Ich freue mich auf die Zeit, weil Ramadan so besonderes ist.

(dpa/red)