1. Karlo Clever

Identifikation: Der Name einer Schule ist wichtig

Identifikation : Der Name einer Schule ist wichtig

Daran erinnern sich die Kinder ein Leben lang. Deshalb sollte er auch gut gewählt sein. Oft orientiert man sich dabei an berühmten Menschen, die etwas Besonderes geleistet haben.

Sonnen-Schule, Regenbogen-Schule, Berg-Schule. So heißen Schulen in vielen Städten. Doch oft werden Schulen auch nach berühmten Leuten benannt: Goethe-Gymnasium, Albert-Einstein-Oberschule oder Geschwister-Scholl-Realschule heißen sie dann. Warum ist das so?

Früher hießen die Schulen meist einfach Dorfschule, Volksschule oder Klosterschule. Sie waren die einzigen Schulen in ihrem Ort und jeder wusste, welche Schule gemeint ist. Doch je mehr Kinder eine Schule besuchten, desto mehr Schulen kamen hinzu. Diese brauchten fortan eigene Namen, damit es nicht zu Verwechslungen kam.

Ein schöner Name

Doch irgendein Name reicht natürlich nicht! „Eine Schule braucht einen schönen Namen“, erklärt der Fachmann Peter Albrecht. „Denn jeder erinnert sich daran, welche Schule man besucht oder besucht hat.“ Schulen benennen sich oft nach einer bekannten Person, deren Ansichten sie teilen. „Der Name der Person sollte bestenfalls als Vorbild für die Idee der Schule dienen“, sagt Peter Albrecht.

So benennen sich zum Beispiel Schulen mit einem Schwerpunkt in Naturwissenschaften gern nach Forschern wie Albert Einstein. Andere Schulnamen verweisen auf Personen oder Orte, die an ihre Region erinnern.

Sehr viele Schulnamen sind auch mit Menschen verbunden, die für die Freiheit und etwa gegen Diskriminierung gekämpft haben. Wie die Geschwister Scholl zum Beispiel. Diese hatten sich in Zeiten des Nationalsozialismus mutig gegen das Unrecht gewehrt. „Es sind eher die weiterführenden Schulen, die sich solche Namen geben“, sagt der Experte. Viele Schulnamen treten immer wieder auf. Denn meistens benutzen Schulen Vorbilder, die sehr bekannt sind. Doch bald könnten immer mehr Schulen modernere Namen tragen. „Es werden zurzeit und in Zukunft viele neue Schulen gebaut“, erklärt Peter Albrecht.

Der Grund: Bis zum Jahr 2030 sollen eine Million mehr Kinder eine Schule besuchen als jetzt, schätzen Fachleute. Mehr Schülerinnen und Schüler brauchen mehr Schulen. Und neue Schulen brauchen neue Namen.

Bei der Wahl dürfen inzwischen oft auch Kinder mitentscheiden. So gibt es zum Beispiel seit einigen Jahren auch eine Udo-Lindenberg-Mittelschule im Bundesland Bayern. Der Musiker Udo Lindenberg steht für Toleranz und Vielfalt. Deshalb suchten sich die Schülerinnen und Schüler ihn als Vorbild aus.

(dpa)