1. Karlo Clever

Schreib-Wettbewerb: Der erste Fall der vier Nüsse

Schreib-Wettbewerb : Der erste Fall der vier Nüsse

Die elfjährige Laura Hartmann aus Aachen gewinnt für ihre Geschichte „Einbruch im Museum“ den 1. Preis in unserem Schreib-Wettbewerb. Das hier ist ihr Text.

Diese Detektivgeschichte „Einbruch im Museum“ hat die elfjährige Laura Hartmann aus Aachen geschrieben.

Die Hauptfiguren:

Mark Lessing: Mark ist ein sehr chaotischer Junge. Er hilft gerne beim Ermitteln mit, aber denkt zwischendurch ans Essen. Sein Vater hat eine Pizzeria.

Greta Blum: Greta ist ein total schlauer und kluger Mensch. Ihr Vater ist Peter Blum, der Polizist. Er nimmt die Verbrecher fest, wenn die Kinder den Fall gelöst haben oder Hilfe brauchen.

Paul Maiberg: Paul ist ein sehr zuverlässiger Junge. Seine Mutter ist Anwältin. Paul hat auch einen Hund. Pauls Hund heißt Vanessa und ist die vierte Nuss.

Laura Hartmann gewinnt für ihre Detektivgeschichte den 1. Preis. Ein Hund spielt darin auch eine Rolle. Foto: Marion Hartmann

Vanessa: Vanessa ist Pauls Golden Retriever. Mit ihrer guten Spürnase hilft sie den Freunden oft. Sie ist eine sehr liebe Hündin. Sie kann ohne Leine laufen und rennt nicht weg. Auf sie ist immer Verlass.

Als Paul am Frühstückstisch saß, guckte sein Vater verdutzt. „Was ist los, Papa“, fragte Paul. „Lies dir den Artikel durch, Paul“, sagte Herr Maiberg. Paul nahm sich die Zeitung. Dort stand: „Die Erpressung. Gestern Morgen wurde im Museum ein Brief abgelegt. In dem Brief stand: Lieber Museumsinhaber, wenn du mir bis morgen um 12 Uhr mittag keine 200.000 Euro gibst, wird deinem Museum oder dir etwas Schlimmes passieren. Ich melde mich wegen der Übergabe des Geldes.

„Ich bin fertig mit Essen“, rief er seinen Eltern zu. Er rannte mit Vanessa die Treppe zum Hauptquartier hoch. Im Hauptquartier griff Paul sofort nach seinem Handy und rief Mark und Greta an und erzählte den beiden alles.

Als alle im Hauptquartier zusammen waren, rätselten sie, wer das wohl sein könnte.

Der Museumsinhaber war Herr Plum, der nette Mann, den Greta fast jeden Morgen vor der Bäckerei mit Frau Krause, ihrer Lehrerin, reden sah. Frau Krause hatte keinen Mann, und Herr Plum keine Frau. Greta recherchierte am Computer über das Museum. Sie bekam heraus, dass Herr Plum in der Hofstraße 56 wohnt.

Besuch bei Herrn Plum

Die Kinder machten sich auf den Weg zu Herrn Plums Haus. Dort angekommen sah Mark drei Häuser weiter eine Eisdiele. Jeder holte sich erst einmal eine Kugel Eis. Dann klingelte Greta an der Tür des weißen Hauses. „Ja bitte, wer ist da?“, fragte die Stimme von Herr Plum. „Wir sind es, die vier Nüsse“, antwortete Greta.

Greta, Mark, Paul und Vanessa gingen in das Haus von Herrn Plum. Sie redeten eine Weile mit ihm, bis es plötzlich Drrrrrrrrrrrring machte. Herr Plum ging ans Telefon.

Herr Plum war schon älter. Er hatte das Telefon immer auf laut gestellt, deshalb konnten die vier alles mithören.

Eine dunkle Stimme drohte: „Ich brauche das Geld morgen um 12 Uhr. Wir treffen uns im Park. Ich komme zu der gelben Bank. Sie steht vor dem Brunnen. Egal, ob du das Geld hast.“ „A a aber ich “, stotterte Herr Plum. „Kein aber. Es ist mir vollkommen egal“, rief die Stimme lauter und legte auf. „Wir helfen Ihnen, Herr Plum“, versprach Paul. „Soll ich lieber meinen Vater informieren? Er ist nämlich Polizist“, fragte Greta. „Nein, lasst uns das mal alleine regeln“, meinte Herr Plum. Eine Weile später verabschiedeten sie sich. Als alle bei Mark ankamen, aßen sie Pizza. Dann gingen alle nach Hause.

In der Nacht hatten alle ein komisches Gefühl. Sie dachten alle an den armen Herrn Plum.

Die vier Nüsse und Herr Plum schmieden einen Plan

Als es 9.30 Uhr war, sprang Greta aus dem Bett. Sie rannte an dem Zimmer ihrer Eltern vorbei. „Ich gehe ins Hauptquartier und frühstücke mit meinen Freunden in einer Bäckerei!“, rief sie. Paul, Mark und Vanessa saßen schon im Hauptquartier. Zehn Minuten später kam auch Greta. Die Freunde gingen zu einer Bäckerei und frühstückten.

Danach gingen sie zu Herrn Plum.

Als sie ankamen, stand Herr Plum schon in der Tür. „Kommt rein“, sagte er. „Der tut so, als ob er gewusst hat, dass wir kommen“, flüsterte Paul Greta ins Ohr. „Ich habe gehört, was ihr da geflüstert habt. Ich wollte eigentlich nur den Müll rausbringen, und da sah ich euch“, sagte Herr Plum.

Herr Plum fragte: „Sollen wir uns nach drinnen setzen?“ „Ja“, antwortete Mark. „Wir müssen einen Plan machen, sonst haben wir nicht mal Beweise“, überlegte Mark. „Ja genau, also fangen wir an. Herr Plum, Sie gehen zu diesem Typen. Greta, du gehst hinter den Baum, gegenüber von den beiden, mit der Videokamera. Mark geht mit Vanessa hinter die Bank. Mark, du passt auf Vanessa auf, und Vanessa riecht an dem Typen. Ich gehe mit Greta hinter den Baum. Einverstanden“, fragte Paul. „Ja!“, riefen alle.

Sie gingen los zu ihrem Platz. Der Fremde kam gerade über die Brücke. Paul flüsterte: „Er kommt. Los geht’s.“

Die Erpressung

Der Fremde setzte sich hin. „Wo ist das Geld? Ich will das Geld haben“, rief der Unbekannte. „Aber ich habe nicht so viel Geld“, sagte Herr Plum. Der Erpresser stand auf. „Dann eben die andere Wahl.“ Der Mann ging. Die Kinder kamen aus ihren Verstecken. „Wir haben alles auf Video. Am besten wir zeigen das Video der Polizei“, meinte Paul. Der Unbekannte war noch nicht so weit weg. Er hatte alles gehört. Er rannte hinter den fünfen her. Vanessa biss ihm ins Bein. Das reichte erst mal, dass alle wegrennen konnten. Bei der Polizei angekommen, wollten sie den Film zeigen. Als sie die Kamera anmachen wollte, klappte das nicht. „Oh nein, der Chip ist verloren gegangen“, sagte Greta. Der Polizeibeamte guckte die Kinder und Herrn Plum grimmig an. Spärter gingen alle in die Pizzeria von Herrn Lessing und aßen gemeinsam zu Abend. Nach dem Abendessen gingen alle nach Hause.

Eine schlimme Nacht

In der Nacht konnte Herr Plum nicht schlafen. Er dachte die ganze Zeit an den Erpresser und bekam Alpträume. Eine dunkle Gestalt brach die Tür vom Museum auf und blickte sich um. Dann schlich sie eine kleine Treppe hoch. Sie schaute sich noch einmal um, weil sie Angst hatte, gesehen zu werden. Dann brach sie die Glasvitrine auf und holte die goldene Krone mit den Brillanten heraus. Der Einbrecher hörte ein Geräusch, steckte die Krone ganz schnell in seine Tasche und rannte aus dem Museum. Er beeilte sich so sehr, dass er ein Papier aus der Tasche verlor. Als der Einbrecher aus dem Museum gerannt war, ging er zu dem Haus von Herr Plum. Leider hatte Herr Plum das Fenster in der Küche offen gelassen. Der Einbrecher stahl eine teure Uhr, die Herr Plum von seinem Opa bekommen hatte, und ein Bild, auf dem Herr Plum und Frau Krause zu sehen waren. Der Einbrecher steckte auch das in seine Tasche und stieg wieder aus dem Fenster. Herr Plum träumte genau das, was in der Nacht geschah.

Aufregender Morgen

Als Herr Plum am nächsten Morgen aufwachte, hatte er nicht mehr so ein schlechtes

Gefühl wie in der Nacht. Er machte sich ganz in Ruhe einen Kaffee und ein Brot mit Erdbeermarmelade. So langsam, entspannt und gemütlich, wie er sein Frühstück gemacht hatte, aß er sein Brot und trank seinen Kaffee, bis er sah, dass das Bild weg war. Nun wollte er nach seiner Uhr greifen, und auch sie war nicht da. Langsam wurde ihm klar, dass hier eingebrochen wurde. Schnell stieg er in seinen gelben VW Käfer und fuhr wie der Blitz zum Museum. Dort standen schon überall Polizisten. Zwei Polizisten kamen zu ihm und erklärten ihm: „Hier wurde eingebrochen. Leider haben wir noch keine Spur gefunden.“ In dem Moment sagte ein anderer Polizist: „Ich habe einen Papierschnipsel gefunden.“ Sofort kam ein Herr von der Spurensicherung und hob mit einer Pinzette den Schnipsel auf. Er packte ihn in ein Tütchen und verschwand. Die Polizisten meinten: „Wir melden uns bei Ihnen, wenn wir mehr wissen.

Zur Pizzeria

Als Herr Plum zu Hause in seinem Sessel saß, klingelte es an der Haustür. Herr Plum ging an die Sprechanlage und fragte: “Wer ist denn da? „Wür schind esch, die vier Nüsse“, antwortete Mark mit vollem Mund. Greta fragte Herrn Plum, ob der Erpresser den Einbruch ernst meinte. Da antwortete Herr Plum: „Ja, leider. Er ist hier und im Museum eingebrochen.“ Da fragte Paul, was ihm geklaut wurde. „Die Krone aus dem Museum, das Bild von Frau Krause und mir und eine teure Uhr, die ich von meinem Opa geerbt habe.“

Später bot Mark allen an, noch gemeinsam eine Pizza zu essen. Auf dem Weg kamen sie an der Polizeiwache vorbei. Gerade kam Herr Blum aus der Tür. Mark fragte auch ihn, ob er mit Pizza essen kommen möchte. Dann riefen sie noch alle Eltern an und luden sie auch ein. Das Schild der Pizzeria leuchtete sehr schön unter dem dunkelblauen Nachthimmel. Nach dem Essen gingen alle ins Bett und schliefen schön, außer dem armen Herrn Plum.

Der Hinweis ist verloren

Am nächsten Morgen rief die Spurensicherung bei Herrn Plum an und teilte ihm mit, dass der Papierschnipsel kaputtgegangen sei. Herr Plum dachte, alles wäre vorbei. Nach dem Frühstück rief Paul bei ihm an, und Herr Plum erzählte ihm alles. Dann fragte Paul ihn, ob er jetzt ins Hauptquartier kommen könnte. Natürlich kam er auch und holte auf dem Weg Greta und Mark ab. Als alle im Hauptquartier eintrafen, wurde die Neuigkeit auch Greta und Mark mitgeteilt. Dann riefen drei Nüsse: „Wir überführen den Dieb!“ Dann bellte die vierte Nuss glücklich dazu.

Ein zweiter Plan

Am Nachmittag trafen sich die fünf bei Herrn Plum zu Tee und Kuchen. „Ein zweiter Plan muss her“, rief Paul. „Herr Plum soll den Dieb anrufen und sagen, er hätte das Geld doch zusammen bekommen“, schlug Greta vor. Mark sagte dann: „Sie müssen ...“, da fiel Herr Plum ihm ins Wort: „Ihr könnt jetzt du zu mir sagen.“ „Ok“, antworteten sie. „Du musst den Erpresser bitten, dass er sich das Geld hier abholen kommt“ , sagte Mark. „Dann müssen wir ihn mit diesem Seil fesseln“, schlug Greta vor und zog eines aus ihrem Rucksack. Paul schlug vor: „Wenn er dann hier vor dem Sessel steht, schmeißen wir ein Netz über ihn und rufen deinen Vater auf der Wache an, Greta.“ Darauf antwortete Greta: „Gute Idee, aber wo sollen wir das Netz herbekommen?“

„Ein Netz habe ich auf dem Dachboden“, sagte Herr Plum.

Der Dieb tappt in die Falle

Als alle auf Position waren, rief Herr Plum bei dem Dieb an: „Ich habe das Geld. Sie können es jetzt bei mir abholen. Meine Adresse ist Hofstraße 56.“ Der Dieb sagte nichts und legte auf. Eine Weile später klingelte es an der Tür. Herr Plum machte auf, und plötzlich stand der Dieb da. Er packte Herr Plum am Kragen und sagte: „Wo ist das Geld?“ „Ich habe das Geld nicht“, sagte Herr Plum. Der Dieb schlug ihn und schubste ihn gegen den Schrank. Paul pfiff und Mark schmiss das Netz auf ihn.

Greta kam angerannt und wickelte das Seil um den Dieb herum.

„Oh nein! Wir haben gar keine Beweise.“, sagte Paul. Der Dieb lachte gemein und sagte: „Haha, ihr könnt mich gar nicht beschuldigen.“ „Das sehe ich aber anders. Ich habe das nämlich alles gefilmt. Dieses Mal geht der Chip aber nicht verloren“, lachte Greta. „Kommt, wir rufen die Polizei an.“, meinte Mark. Nach wenigen Minuten ertönte eine Sirene. An diesem Abend konnte Herr Plum beruhigt schlafen.

Glückliches Ende

Am nächsten Morgen las Mark die Zeitung. „Dieb wurde von dem Museumsinhaber, drei Kindern und einem Hund überführt. Gestern stellten drei Kinder dem Dieb im Wohnzimmer des Museumsinhabers eine Falle. Dank ihnen wurde der Dieb gefangen. Der Museumsinhaber Herr Plum bekam alle seine Sachen wieder.

Herr Plum und die vier Nüsse stießen im Hauptquartier auf den Erfolg an. „Ich lade euch als Dankeschön zum Eis ein“, dankte Herr Plum. Dann sagten drei Nüsse laut: „Auf unseren ersten Fall.“ Die vierte Nuss bellte freudig dazu.