1. Karlo Clever

Krieg in der Ukraine: Das hilft gegen Ängste und Sorgen

Krieg in der Ukraine : Das hilft gegen Ängste und Sorgen

Jetzt Angst zu haben wegen des Krieges in der Ukraine ist ganz normal. Das sagt eine Expertin von einem Kummer-Telefon. Sie empfiehlt: Rede darüber! Denn geteiltes Leid ist halbes Leid.

Überall in den Nachrichten hört man gerade das schreckliche Wort Krieg. Denn Russland hat die Ukraine angegriffen. Auch in Deutschland machen sich viele nun Sorgen um die Menschen in der Ukraine. Manche haben auch Angst, dass der Krieg sich ausbreiten könnte.

Sabine Marx kümmert sich um Kinder, die solche Sorgen haben. Sie leitet die Diakonie-Onlineberatung sowie ein Kummer-Telefon. Sie sagt: „Jetzt Angst zu empfinden, ist erst mal normal. Uns Erwachsenen geht es genauso. Das ist eine normale menschliche Reaktion auf so eine außergewöhnliche Situation.“

Frau Marx empfiehlt, mit anderen lieben Menschen über diese Angst zu reden. „Dann bekommst du ein Gefühl von Verbundenheit und merkst: Ich bin nicht alleine damit, anderen geht es ähnlich.“ Das können Freundinnen oder Freunde sein, Geschwister, Eltern, Großeltern oder auch Lehrkräfte.

Einige Kinder können vor lauter Sorgen vielleicht abends nicht einschlafen. „Da kann es helfen, sich bewusst zu entscheiden und zu sagen: Ich denk jetzt an was Schönes“, sagt Sabine Marx. Vielleicht gab es an diesem Tag einen leckeren Kakao oder man hat mit der Freundin zusammen gelacht? „Wenn es gar nicht weggehen will: zu den Eltern kuscheln und die Nacht zusammen verbringen“, rät sie.

Es gibt auch Möglichkeiten, den Menschen in der Ukraine zu helfen. Das geht zum Beispiel über Städtepartnerschaften oder Vereine. An einigen Orten kommen die Leute auch zu Demonstrationen gegen den Krieg zusammen. Manche Leute sammeln außerdem Spenden für die Ukraine. „Aber man sollte sich nicht stressen“, sagt Frau Marx, „und sich blöd fühlen, wenn man etwa nicht genug Geld zum Spenden hat.“

Die Expertin findet es sinnvoll, sich über den Krieg zu informieren. Das helfe, die Dinge zu verstehen. „Aber gleichzeitig sollte man auch für sich sorgen und gucken: Wird es mir zu viel?“, empfiehlt sie. „Dann sollte man den Fernseher ausmachen, das Handy weglegen und mal abschalten.“ Jeder dürfe auch mal Spaß haben und spielen. „Es ist immer wichtig, auch für sich zu sorgen.“

(dpa)