1. Karlo Clever

Düsseldorf: Das Gehirn der Ampeln

Düsseldorf : Das Gehirn der Ampeln

Ein Mann sitzt in einem großen Raum vor einem riesigen Bildschirm - und beobachtet Autos. Er kann sehen, wie sie in einen Tunnel hineinfahren und wie sie aus dem Tunnel wieder herauskommen. Er sieht Busse und Straßenbahnen durch das Bild fahren. Und er beobachtet Autos, wie sie an einer großen Kreuzung stehen und an der Ampel auf Grün warten.

Der riesige Bildschirm steht in der Verkehrs- und Tunnel-Leitzentrale der Stadt Düsseldorf in Nordrhein-Westfalen. Dort wird der Verkehr der ganzen Stadt überwacht - und alle Ampeln! Mehr als 600 davon gibt es allein in Düsseldorf.

Auf einem eigenen, großen Computer-Bildschirm sind alle aufgelistet. Gibt es mit einer Ampel ein Problem, wird das sofort auf dem Bildschirm angezeigt. „Die Farbe Lila bedeutet zum Beispiel, dass eine Lampe kaputt ist”, erklärt ein Ampel-Experte.

„Alle Ampeln sind über den Verkehrs-Rechner mit der Zentrale verbunden”, sagt er. Manche durch eine Art Funkgerät. Die meisten aber durch ein Kabel im Boden. Die Ampeln senden regelmäßig ein Signal aus und geben so Bescheid, ob alles in Ordnung ist.

Vor der Zentrale liegt eine große Straße mit einer Kreuzung und mehreren Ampeln. Der Fachmann geht zu einem unscheinbaren, weißen Kasten am Straßenrand und schließt ihn auf. „Das ist das Gehirn der Ampel”, verrät er. Der weiße Kasten ist vollgestopft mit einer Menge Kabel und Elektronik.

Von diesem Kasten aus werden die einzelnen Ampeln gesteuert. Dazu sind in dem Gerät verschiedene Computer-Programme gespeichert. Sie bestimmen zum Beispiel, wie lange Grün oder Rot ist. Alle Ampeln hängen an einem solchen Gerät. Wenn man ein bisschen darauf achtet, kann man so einen Kasten an fast jeder Straßen-Kreuzung entdecken.

Das Steuer-Gerät steht aber nicht einfach so herum. Es ist mit dem Verkehrs-Rechner vernetzt: einem riesigen Computer. Dieser steht oft mehrere Kilometer weit entfernt. Dort laufen alle Informationen zusammen. So wie zum Beispiel das Signal, ob alles in Ordnung ist.

All die Informationen werden dann an die Verkehrs-Zentrale weitergeleitet. Dort sehen die Experten alles auf ihren Bildschirmen. So können sie alle Ampeln auf einen Blick überwachen.

(dpa)