Aachen: Darf man jetzt Angst haben?

Aachen: Darf man jetzt Angst haben?

Terroristen haben am späten Freitagabend in Paris mehr als 120 Menschen getötet und Hunderte verletzt. Viele Menschen haben deshalb jetzt Angst. Polizisten sollen dafür sorgen, dass sich die Menschen sicherer fühlen.

Wenn zum Beispiel jemand an einem Bahnhof etwas Seltsames bemerkt, findet er schnell einen Polizisten. Dieser kann weiterhelfen.

Außerdem kontrollieren Polizisten mehr Fahrzeuge an den Grenzen. So wollen sie Terroristen erwischen. Sie halten manche Autos und Lastwagen an. Sie durchsuchen die Fahrzeuge und schauen sich die Pässe der Fahrer an. Auch in einigen Zügen passen gerade bewaffnete Polizisten auf.

Außerdem gibt es die Ermittler des Geheimdienstes. Zwar können die nicht immer alles im Blick behalten. Doch immerhin haben sie auf diese Art schon Anschläge verhindert.

Psychologen sagen übrigens, dass es ganz normal sei, wenn Menschen nun auch Angst haben. Im Gegensatz zu den Menschen, die jetzt zum Beispiel aus Syrien fliehen, haben wir das Glück, grundsätzlich sicher zu leben. Die schrecklichen Verbrechen der Terroristen in Paris stellen dieses Sicherheitsgefühl natürlich komplett auf den Kopf.

Wer Angst empfinde, sollte sie sich bewusst machen, raten Psychologen. Angst, die verdrängt werde, komme irgendwann zur Hintertüre wieder herein. Es könnte eine Angst vor der Angst entstehen. Man sollte vielmehr versuchen, so normal wie möglich sein Leben weiter zu leben. Und man sollte das Vertrauen in sich haben, in einem kritischen Moment das Richtige zu tun.

Die Psychologen sagen auch: Wenn Angstgefühle übermächtig werden, sollte man versuchen sie vorüberziehen zu lassen und dann an etwas anderes, etwas Schönes denken. Besonders wichtig sei natürlich auch, mit anderen über seine Ängste zu sprechen.

Außerdem kann man Angst zu Papier bringen. Man kann seine Gefühle einem Tagebuch anvertrauen oder sie in einem Bild verarbeiten.

(red/me)
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