1. Karlo Clever

Überraschungsidee: Corona-Geburtstags-Schnitzeljagd

Überraschungsidee : Corona-Geburtstags-Schnitzeljagd

Ein Geburtstag ohne Familienfeier und ohne Treffen mit Freunden? Das hätte langweilig werden können. Doch Emilia hatte Glück. Ihre Familie hat sich etwas einfallen lassen.

Luftschlangen und eine Lichterkette schmückten das Auto. Auf dem Rücksitz lagen Luftballons. Und der Beifahrer-Sitz war mit rosa Stoff abgedeckt. „Das sah aus wie ein Thron“, erzählt Emilia. Wie gut, dass die Zehnjährige schon ein Krönchen aufhatte und eine Schärpe trug. „Birthday Girl“ stand darauf, also: Geburtstagsmädchen.

Eigentlich hatte Emilia mit einem langweiligen zehnten Geburtstag gerechnet. „Es durften wegen Corona ja keine Leute kommen“, erzählt sie. Doch dann hatte ihre Mutter eine Überraschung. Sie überreichte Emilia eine Schatzkiste mit Rätseln darin. Damit begann die Schnitzeljagd zum Geburtstag.

Mit den nummerierten Rätseln konnte Emilia herausfinden, wohin es geht. Auf einem Zettel stand zum Beispiel: „Du warst von den Fischen begeistert.“ Da wusste Emilia schnell: Es geht zu den Verwandten mit dem Gartenteich und den großen Fischen darin. Also ab ins geschmückte Auto!

So rätselte sich Emilia mit den Zetteln von Station zu Station. „Manche Rätsel waren dabei richtig schwer“, sagt sie. Insgesamt neun Freunde, Verwandte und deren Familien besuchte sie auf diese Art.

Dabei achteten alle darauf, sich bei der Schnitzeljagd an die Corona-Regeln zu halten. Damit sich niemand ansteckt. Es ging also nicht zu den Leuten in die Wohnung oder ins Haus.

Die meisten traf Emilia direkt vor der Haustüre mit genügend Abstand. „Viele hatten geschmückt und haben ein Lied gesungen“, erzählt sie. Überall hingen Luftballons und bunte Girlanden. Es gab Süßigkeiten und natürlich Geschenke. „Sehr viele sogar“, erzählt Emilia.

Ihre Oma hatte außerdem eine Pfannkuchen-Torte gebacken, also ganz viele Pfannkuchen übereinandergestapelt. „Das kannte ich nicht, aber die Torte war lecker“, sagt Emilia. Beim nächsten Stopp brachte Emilias Tante Wunderkerzen mit nach draußen. „Vor denen hatte ich ein bisschen Angst“, sagt die Zehnjährige.

Bis abends waren Emilia und ihre Mutter an dem Tag unterwegs. Insgesamt fuhren sie durch vier Städte. Auch wenn der Geburtstag völlig anders war als sonst, findet Emilia: „Es war einer der schönsten Geburtstage, den ich je hatte.“

(dpa)