1. Karlo Clever

Baby Katzen aufpäppeln

Mutter verloren : Ella päppelt Kätzchen auf

Die kleinen Stubentiger wurden ohne ihre Mutter gefunden. Zum Glück konnten sie bei Ellas Familie einziehen. Hier erzählt die 13-Jährige, wie das Leben mit den Katzenkindern aussieht.

Danny, Merlin, Mimi und Lilly sind mit ihrem fast schwarzen Fell kaum voneinander zu unterscheiden. Die vier Katzen sind noch sehr klein. Doch sie wurden ohne ihre Mutter gefunden. Mimi hat einen weißen Fleck auf der Brust, Lilly einen weißen Fleck am Bauch. Danny hat viel Weiß im schwarzen Fell, und Merlin ist grau-schwarz gestromt.

Zuerst nahm ein Tierschutzverein die vier Waisen-Kätzchen auf. Doch dort hatten die Helfer keine Möglichkeit, die Katzen aufzupäppeln. Über einen Verein kamen die Kätzchen schließlich in eine Pflegestelle bei einer Familie in der Stadt Unna in Nordrhein-Westfalen. Neun Wochen waren die Tiere da alt. Seitdem sausen, spielen und toben sie durch ihr neues Zuhause. Neben den Menschen leben hier auch noch zwei große Hunde und drei erwachsenen Katzen.

Am Anfang sehr scheu

In den ersten Tagen hatten Danny, Merlin, Lilly und Mimi ein Zimmer für sich allein und waren sehr scheu. „Sie wollten sich nicht so gerne anfassen lassen“, erinnert sich die 13-jährige Ella. Sie beschäftigt sich viel mit den Katzen. Die Tiere tobten zwar miteinander, aber sobald Menschen ins Zimmer kamen, waren sie misstrauisch. „Meine Schwester und ich haben die erste Nacht auf Matratzen in dem Katzen-Zimmer geschlafen, damit die Katzen merken, dass sie nicht allein sind. Und dann haben wir einfach viel mit ihnen gespielt und gekuschelt“, erzählt Ella. Als Spielzeug halten kleine Bälle, Bänder und auch leere Klopapier-Rollen her. „Die Katzen freuen sich immer, wenn wir etwas Neues mitbringen.“

Freundschaft mit dem Hund

 Die Katzenkinder haben sich schnell an ihre neue Umgebung gewöhnt.
Die Katzenkinder haben sich schnell an ihre neue Umgebung gewöhnt. Foto: dpa/Foto: Claudia Bonati/dpa

Mittlerweile haben die Tiere sich an alles gewöhnt. „Die Katzen sind sehr neugierig und haben schnell gemerkt, dass ihnen keiner was tut“, erzählt Ella. Jetzt toben sie durch das ganze Haus und haben sogar schon Freundschaft mit den Hunden geschlossen. „Das war am Anfang sehr lustig, weil die kleinen Katzen unseren großen Hund angefaucht haben und der große Hund dann Angst hatte. Aber auch er hat schnell gemerkt, dass die Katzen ihm nichts tun.“

Mit etwa zwölf Wochen sollen die Katzenkinder dann in ihre neuen Familien umziehen. „Die Katzen sollen eigentlich immer mit einem Geschwisterchen zusammen ausziehen, damit sie in der neuen Familie nicht einsam sind“, erzählt Ella. „Wenn die Kleinen ausziehen, ist das erst traurig, aber dann
freue ich mich darauf, irgendwann wieder neue Katzenkinder aufzupäppeln.“

(dpa)