1. Karlo Clever

Tanz-Show „Let’s Dance“: Auf zum Tanz in tollen Kleidern

Tanz-Show „Let’s Dance“ : Auf zum Tanz in tollen Kleidern

Katia Convents schneidert besondere Kleider. Sie werden auf Tanz-Turnieren getragen. Aber nicht nur dort! Auch für die Tanz-Show „Let's Dance“ entwirft sie jede Woche neue Kostüme.

Auf dem Boden liegen kleine Stoffreste und einzelne Fäden herum. Die Regale an den Wänden sind voll mit knallbunten Stoffbahnen. In Tüten und Kisten lagern Perlen, Federn, bunte Glitzer-Steine und andere Verzierungen. Der Duft von Klebstoff liegt in der Luft. Nähmaschinen rattern.

Im Atelier von Katia Convents herrscht Hochbetrieb. Es liegt in der Stadt Bonn im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Frau Convents und ihre Mitarbeiter schneidern die Tanzkleider für die Fernsehshow „Let‘s Dance“.

Das ist aufregend und anstrengend. Denn in jeder Sendung tragen die Kandidaten neue maßgeschneiderte Kostüme – je nachdem welche Tänze sie vorführen und zu welchem Thema. Die Kostüme dafür werden von Woche zu Woche neu entworfen und angefertigt. Dafür bleiben Katia Convents und ihrem Team nur wenige Tage Zeit.

Tanzkleider können ziemlich aufwendig sein. „Bis zu 60 Stunden Handarbeit kann in so einem Kostüm stecken“, verrät die Expertin. Sie hat früher selbst bei Wettbewerben getanzt. Noch heute beurteilt sie als Wertungsrichterin Tänzerinnen und Tänzer bei Turnieren.

„Als ich noch selbst aktiv war, habe ich mir meine Kleider immer selbst geschneidert. Ich hatte eine genaue Vorstellung davon, wie meine Kostüme aussehen sollten“, erzählt Katia Convents. Aus ihrem Hobby wurde inzwischen ihr Beruf.

Während bei einer Tanz-Show wie „Let‘s Dance“ fast alles erlaubt ist, gelten für die Kleider bei Tanzturnieren strenge Regeln. Zum Beispiel müssen dort bestimmte Körperteile bedeckt sein. Kostüme in Hautfarbe sind verboten und man darf Teile beim Tanzen nicht ausziehen.

Für die Standard-Tänze braucht man lange, wallende Kleider. Sie bestehen aus einem feinen Stoff und sind etwa mit Federn verziert. Bei diesen Tänzen gibt es viele fließende Bewegungen und langsame Drehungen. Dabei sehen die langen Kleider sehr schön aus.

Bei anderen Tänzen tragen die Frauen dagegen sehr kurze Kleider. Sie liegen eng am Körper an und sind oft mit bunten Steinen verziert. In diesen Kleidern können die Tänzerinnen besser einen Spagat oder schnelle Drehungen machen.

Im Atelier von Katia Convents rattern die Nähmaschinen auf Hochtouren. Es bleibt nur noch wenig Zeit bis zur nächsten Sendung. Und da muss alles sitzen.

(dpa)