1. Karlo Clever

Eiskunstlauf: Auf dem Eis tanzen

Eiskunstlauf : Auf dem Eis tanzen

Welches Paar tanzt am besten? Auch darum geht es bei der Weltmeisterschaft im Eiskunstlauf. Jennifer Janse van Rensburg und Benjamin Steffan treten als Eistänzer für Deutschland an.

Sie haben schon die deutsche Meisterschaft gewonnen. Jetzt starten die 28-jährige Jennifer Janse van Rensburg und der 26-jährige Benjamin Steffan bei der Weltmeisterschaft im Eiskunstlauf. Die WM beginnt am 21. März und ihre Disziplin ist Eistanz. Vor dem Start hat Kristina Marth mit ihnen gesprochen.

Wann und wieso haben Sie mit dem Eistanz begonnen?

Jennifer Janse van Rensburg: Als Kind bin ich Skirennen gefahren und habe einige Sportarten ausprobiert. Meine Mama hat im Fernsehen gern Eiskunstlauf geschaut und weil ich das toll fand, habe ich es dann mit sechs Jahren mal ausprobiert. Mit 21 Jahren bin ich vom Eiskunstlauf zum Eistanzen gewechselt. Damals meinten viele, ich wäre zu alt, aber ich habe an mich geglaubt.

Benjamin Steffan: Ich habe mit sieben oder acht Jahren wegen meines besten Freundes mit Eishockeyspielen angefangen. Meine kleine Schwester hat damals Eiskunstlauf gemacht und es gab eine Trainerin, die immer wieder meinte, dass ich das auch mal ausprobieren soll. Erst habe ich gesagt: „Nein, das will ich nicht, Eishockey ist viel cooler.“ Aber irgendwann hat sie mich doch überredet und ich habe es ausprobiert.

Wie sieht Ihr Training aus? Und kann man eigentlich irgendwann alles oder muss man immer weiter üben?

Steffan: Wir sind jeden Tag ungefähr vier Stunden lang auf dem Eis, das ist der Hauptteil unseres Trainings. Außerdem haben wir noch Tanz-, Ballett- und Akrobatik-Stunden und auch für die Kondition müssen wir natürlich regelmäßig etwas tun. Ich denke, man muss immer weiter üben. Natürlich erreicht man irgendwann den Punkt, an dem man wirklich vieles kann. Aber gerade bei der Ausführung und der Präsentation auf dem Eis mit der Musik ist immer Luft nach oben.

Beim Eistanz gibt es ja verschiedene Elemente. Welches ist für Sie beide das Schwierigste und habt ihr auch ein Lieblingselement?

Janse van Rensburg: Wir mögen die Hebungen gern. Beim Eistanzen ist das etwas anders als beim Paarlaufen, da wird man nicht durch die Luft gewirbelt, sondern der Mann darf die Frau nur ein Stück weit heben. Das macht uns Spaß. Was wir nicht so gern machen, oder besser, woran wir noch weiter üben müssen, ist eine Paar-Pirouette, bei der man sich miteinander dreht.

In ein paar Tagen starten Sie nun zum ersten Mal bei einer Weltmeisterschaft: Was bedeutet das für Sie?

Steffan: Es ist natürlich der Wahnsinn, weil wir dieses Ziel immer verfolgt haben. Es ist ein tolles Gefühl, dass wir unsere Programme jetzt auf so einer großen Bühne zeigen dürfen. Wir haben immer daran geglaubt, dass wir es mal so weit schaffen und nun wollen wir das zeigen, was wir uns im Training erarbeitet haben.

(dpa)