Simmerath: Kajaks schneller als die Paddler

Simmerath: Kajaks schneller als die Paddler

Zwei herrenlose, kopfüber in der Hochwasser führenden Rur treibende Kajaks haben Sonntagmittag Polizei und Feuerwehr auf den Plan gerufen.

Eine Spaziergängerin hatte die Kajaks bei Dedenborn in der reißenden Strömung treiben sehen und die Polizei informiert.

Polizei und die Feuerwehren aus Rurberg, Einruhr und Erkensruhr machten sich sogleich auf die Suche nach den Fahrern. Nach Einschätzung der Situation musste davon ausgegangen werden, dass die Bootsfahrer gekentert waren.

Zunächst gab es keine Anzeichen dafür, dass sich die Fahrer hätten retten können. Es musste, da waren sich alle eingesetzten Kräfte einig, vom Schlimmsten ausgegangen werden. Während Fluss und Böschung abgesucht wurden, barg die Feuerwehr Rurberg die Kajaks.

Aus Düsseldorf war bereits ein Polizeihubschrauber zur Absuche der Rur bis zum Vorflutbecken des Obersees geordert. Zwei Stunden nach Alarmierung der Polizei, erschienen die Bootsfahrer an der Fundstelle der Kajaks. Zu Fuß, unversehrt und wieder guter Dinge.

Die 43 und 52 Jahre alten erfahrenen Bootsfahrer aus Köln und Nettersheim waren nach eigenen Angaben gekentert. Hatten sich retten, die Boote aber nicht mehr unter Kontrolle bringen können.

Zu Fuß seien sie dann den Kajaks gefolgt. Die waren aufgrund der extrem starken Strömung allerdings schneller. Um fast zwei Stunden, wie die Kräfte vor Ort feststellten.

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