Kreis Heinsberg: Jugendtheaterstück „Creeps“ wird im Berufskolleg aufgeführt

Kreis Heinsberg: Jugendtheaterstück „Creeps“ wird im Berufskolleg aufgeführt

„Den Kollegen ist es in beeindruckender Weise gelungen, Schülerinnen und Schüler des Berufskollegs aus den unterschiedlichsten Bildungsgängen zusammenzuführen.“ Diese Feststellung traf Paul-Günther Threin, der Schulleiter des Berufskollegs in Erkelenz, bei der Aufführung des Jugendtheaterstücks „Creeps“, frei nach Lutz Hübner.

Die Darsteller boten bei diesem Kulturprojekt mit der Aufführung in der Aula der Schule viel Lokalkolorit, schließlich hatten sie Hübners Stück so bearbeitet, dass es sich in der Region und am Berufskolleg hätte ereignen können.

Zum Inhalt des Stücks: Drei Jugendliche, die davon ausgegangen sind, als Moderatoren der Fernsehshow „Creeps“ ausgewählt zu werden, wurden in ein Fernsehstudio nach Erkelenz eingeladen. Dort mussten sie voreinander und vor der Testkamera ihr Können in verschiedenen Disziplinen unter Beweis stellen. Die unsichtbare Stimme des Aufnahmeleiters Arno heizte die Akteure an. Die Konkurrenzsituation zerrte an den Nerven, denn allen drei Akteuren wäre ein Misserfolg zur Horrorvision geworden. Maren (gespielt von Chiara Boms), Alina (Frauke Schmitz) und Ahmet (Alban Seferi) meisterten ihre Rollen mit Bravour.

Das Bühnenbild war von den Schülerinnen und Schülern zusammen entworfen und realisiert worden. Als Lehrkräfte hatten Rebecca Bleilevens, Melanie Wahnemühl und Annette Weichert das Kulturprojekt begleitet. Den musikalischen Part übernahm die Schulband des Berufskollegs unter der Leitung von Sebastian Schade. Neben gecoverten Songs wurden auch eigene Kompositionen gespielt.

Es war ein beeindruckendes, schulübergreifendes Bühnenprogramm, das die Schülerinnen und Schüler des Berufskollegs den Besuchern boten.

Das Theaterstück zeigte, dass harte Bandagen und die Bereitschaft zur Selbstverleugnung der Preis des Erfolgs sein können, der von vielen Jugendlichen erträumt wird, der aber mehr als fragwürdig ist.

(koe)
Mehr von Aachener Zeitung