Kreis Heinsberg: Jugendliche fit machen für Beruf und Studium

Kreis Heinsberg: Jugendliche fit machen für Beruf und Studium

Nordrhein-Westfalen setzt seit Jahren auf eine umfassende und praxisbezogene Berufsorientierung. Ab dem Schuljahr 2018/19 soll sie nunmehr flächendeckend in allen Schulen des Landes angeboten werden. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt das Landesvorhaben „Kein Abschluss ohne Anschluss“ mit jährlich rund 19 Millionen Euro über die Initiative Bildungsketten.

Thomas Rachel, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesbildungsministerium, hat entsprechende Bewilligungsbescheide für das Schuljahr 2017/2018 an die drei Träger der Maßnahme im Kreis Heinsberg übergeben. Damit sollen Praxistage und Berufsfelderkundungen für Jugendliche ermöglicht werden — beides sind zentrale Elemente des nordrhein-westfälischen Berufsorientierungsangebotes in Schulen. Außerdem soll die Integration von jungen Geflüchteten vor allem in den Internationalen Förderklassen der Berufskollegs über das Sonderprogramm „KAoA-kompakt“ gefördert werden.

Orientierung für junge Menschen

„Junge Menschen brauchen Orientierung, um den passenden Beruf oder das passende Studium zu finden. Praktisch arbeiten in gut ausgestatteten Werkstätten und mit begeisternden Ausbildern: Damit gelingt das am besten. Das bewährt sich so bei unseren Schülerinnen und Schülern. Und es hilft auch den jungen Geflüchteten, sich bei uns schneller zu Recht zu finden. Das fördern wir mit den Bildungsketten bundesweit. Für die Berufsorientierung im Kreis Heinsberg haben wir im Schuljahr 2017/2018 bis zu 262 700 Euro vorgesehen. Damit ermöglichen wir Maßnahmen für bis zu 1392 Schülerinnen und Schüler“, so Rachel.

Die drei Träger im Kreis Heinsberg sind die AWO Service gGmbH, die Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) und das Trainings-und Bildungszentrum Meuser (TBZ).

Sie sollen im Rahmen des Übergangssystems Schule-Beruf im Kreis Heinsberg wie im letzten Schuljahr wieder Potenzialanalysen, Berufsfelderkundungen und Praxiskurse umsetzen.

So betonte Michael Meuser, Geschäftsführer vom TBZ, betonte: „Wir wollen Jugendliche fit machen für Beruf und Studium. Wer seine Stärken und Interessen kennt, kann eine gut begründete Berufswahlentscheidung treffen. Das Landesprogramm trägt dazu bei, dass alle Jugendlichen eine realistische Anschlussperspektive für die Zeit nach der Schule entwickeln können.“

Das Übergangssystem Schule-Beruf NRW sieht vor, dass ab Klasse 8 alle Schülerinnen und Schüler eine verbindliche, systematische Berufs- und Studienorientierung erhalten.