Übach-Palenberg: Jubiläumsfeier: Ein Symbol für den Drang nach Freiheit

Übach-Palenberg: Jubiläumsfeier: Ein Symbol für den Drang nach Freiheit

Ein paar Dinge sind bei der Einheitsfeier des CDU-Kreisverbandes Heinsberg an der „Konzertmuschel“ im Naherholungsgebiet von Übach-Palenberg immer gleich. Zum einen gibt es am Ende der Veranstaltung beim „Lied der Deutschen“ immer die Chance, die Nationalhymne befreit von ideologischen oder sportlichen Aspekten mitzusingen.

Zum anderen spielt immer auch der Instrumentalverein Herbach — dieses Mal unter Leitung von Gabi Kranenburg — eine hervorragende Musik, ehe zum gemeinsamen Erbsensuppenessen am Café von Heinz Gaida eingeladen wird.

Für die musikalische Gestaltung der Einheitsfeier in Übach-Palenberg sorgte der Instrumentalverein Herbach unter der Leitung von Gabi Kranenburg. CDU-Stadtverbandsvorsitzende Oliver Walther (l.) begrüßt Landgraafs Bürgermeister Raymond Vlecken (kleines Bild), der viel Applaus für seine Rede erhielt. Foto: mabie

Was auch immer dazugehört, sind Ansprachen geistlicher Vertreter, die, wie in diesem Jahr die Gemeindereferentin der katholischen Kirchengemeinde St. Petrus Übach-Palenberg, Ruth Ikier, beim gemeinsamen Gebet an der Friedenslinde im Naherholungsgebiet an das Verbindende zwischen den Menschen erinnern.

Was sich aber immer ändert, sind die Festredner dieses kleinen, aber immer interessanten Festes am Tag der Deutschen Einheit. Und hier durfte CDU-Stadtverbandsvorsitzender Oliver Walther als Ausrichter zum 25. Geburtstag der Einheit mit Raymond Vlecken nicht nur den Bürgermeister der Nachbar- und Partnergemeinde Landgraaf/NL begrüßen.

Auch die Spitze der Kreis-CDU mit MdL Bernd Krückel, Vertreter aus den einzelnen Stadtverbänden und Bürgermeister wie der amtierende Wolfgang Jungnitsch in Übach-Palenberg und der künftige Georg Schmitz aus Geilenkirchen waren dabei.

„Diese Wiedervereinigung erfolgte demokratisch gewollt, in Frieden und unter Beteiligung aller vier Siegermächte des Zweiten Weltkrieges“, betonte Oliver Walther in seinen kurzen Worten. Er ließ noch mal die historischen Bilder von DDR-Flüchtlingen in Ungarn und Serbien Revue passieren.

Geschichte wiederholt sich

„Heute sind sie wieder da, die Bilder von Flüchtlingen, die dem Krieg und der Not zu entrinnen versuchen“, so Walther weiter. Es seien Opfer eines Vernichtungskrieges gegen die demokratische Gesellschaftsform. Gerade darum sei es wichtig, sagte Walther, für die aufgeklärte Demokratie weiter zu kämpfen.

Dem schloss sich auch Festredner Raymond Vlecken nahtlos an. „Zur Geschichte gehört, dass Sie an alle denken, die diese Einheit, trotz aller Unterschiede, möglich machten“, sagte er. Und der Tag der Deutschen Einheit sei auch ein Symbol für den unerschütterlichen Drang nach Freiheit, der zum Vorbild für Menschen überall auf der Welt geworden ist.

„Deutschland befindet sich nun im Herzen eines freien, friedlichen, erfolgreichen und geeinten Europas“, konstatierte Vlecken, und wünschte sich, dass Freiheit als Geschenk verstanden und verteidigt wird. Die Flüchtlingslage zeige aktuell auf, dass Deutschland wieder einmal eine führende Position einnimmt.

„Nicht, weil Sie führend sein möchten, sondern, weil ich die feste Überzeugung habe, dass sich die Geschichte wiederholt“, betonte der Bürgermeister aus Landgraaf. Dieses Mal sei es die Geschichte der Wiedervereinigung, die sich im Kontext eines geeinten Europas der Verwirklichung von Idealen, der Einheit, Freiheit und Brüderlichkeit stellen müsse. „In anderen Teilen der Welt könnte man sich erst recht ein Beispiel am heutigen Tag der Deutschen Einheit nehmen“, fand Vlecken abschließend.

Und für seine in der Historie der Einheitsfeiern an dieser Stelle historisch knappe, aber auf den Punkt gebrachte Rede, bekam er zu Recht den tosenden Applaus der rund 100 Anwesenden.