Heinsberg-Scheifendahl: Jetzt dreht sich der Wetterhahn wieder im Wind

Heinsberg-Scheifendahl: Jetzt dreht sich der Wetterhahn wieder im Wind

Endlich ist es so weit: Die Scheifendahler haben wieder ihr gewohntes Kapellendach. Und das schöne daran ist, der Scheifendahler Hahn dreht sich wieder. Der alte Wetterhahn drehte sich seit Jahren nicht mehr, bis der Sturm vor Monaten kam. Die Kapellenspitze der Marienkapelle wurde arg beschädigt und hatte sich zur Seite geneigt.

Sachverständige untersuchten die Spitze und kamen zu dem Schluss, dass es sich um einen Sturmschaden und nicht um einen Materialfehler handelte. Da eine Reparatur im Hinblick auf die Kosten fast die gleiche Summe wie ein Neubau verschlungen hätte, entschied man sich zum Neubau.

Die Kapellenspitze musste abgetragen und eins zu eins erneuert werden. Nachdem die Holzkonstruktion angebracht worden war, folgten die Arbeiten mit Kupfer und zum Schluss wurden das Kreuz und der Scheifendahler Hahn befestigt. 1952 ist die Kapellenhaube so angefertigt worden und hielt bis zum großen Sturm.

„Wir hoffen nun, dass es ein besserer Kupferanteil war als vorher, die Haube wurde grün”, lachte Rüdiger Goertz von der Kapellen-Interessengemeinschaft Scheifendahl. Der Ort gehört zur Pfarrgemeinde St. Nikolaus Waldenrath, in der Kapelle werden alle drei Wochen Gottesdienste sowie Patronatsfeste zelebriert. „Zuerst waren wir unglücklich und nun sind wir voller Stolz, wenn man zur glänzenden Kupferhaube blickt”, so Goertz und freute sich, als sich der Scheifendahler Hahn im Wind drehte. „Die alte Kupferhaube hat über 50 Jahre gehalten, nun hoffen wir, dass diese Kupferhaube 100 Jahre überlebt”, lachten die Mitglieder des Kapellenvorstandes, wie die IG im Ort genannt wird.

1890 wurde die Marienkapelle durch einen Steinbau ersetzt, zuvor war es eine Holzkapelle. Mitte des Jahres wurde das 120-jährige Kapellenfest in Scheifendahl gefeiert.

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