Kreis Heinsberg: Jede Menge Informationen bei der 15. Education

Kreis Heinsberg: Jede Menge Informationen bei der 15. Education

Die AOK-Berufsstartermesse Education hat am Donnerstag auch bei ihrer 15. Auflage interessierten Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit geboten, sich über ein breites Spektrum an Ausbildungsberufen zu informieren. 40 Aussteller waren in der Oberbrucher Festhalle vertreten.

Die Verantwortlichen von Unternehmen, Institutionen und Verbänden, aber auch Azubis selbst standen den Mädchen und Jungen Rede und Antwort. Viele gute Gespräche wurden im Laufe der fünfstündigen Veranstaltung an den Ständen der Aussteller geführt. Ein Wermutstropfen war in diesem Jahr aber die Tatsache, dass die Resonanz bei den Schulen verhaltener war als in früheren Jahren.

So lag die Besucherzahl diesmal bei rund 400. Ihr Interesse an der Veranstaltung hatten — wie der Anmeldungsliste zu entnehmen war — Realschule, Hauptschule und Don-Bosco-Schule aus Oberbruch, die Realschule Heinsberg, die Betty-Reis-Gesamtschule Wassenberg, die Realschule Gangelt, die Sekundarschule Haaren, die Hauptschule Übach-Palenberg, die Gesamtschule aus Hückelhoven und das Berufskolleg Wirtschaft aus Geilenkirchen dokumentiert.

Unsere Zeitung begleitete — wie bei allen vorangegangenen Veranstaltungen — auch diesmal die Education als Medienpartner. Im Talk zur Eröffnung freute sich der stellvertretende AOK-Regionaldirektor Peter von der Forst im Gespräch mit Regionalredakteur und Moderator Dieter Schuhmachers über das eindrucksvolle Bild, das die Festhalle als Messe-Schauplatz mit insgesamt 40 Ständen im großen Saal, auf dem Balkon und der Seitenempore sowie im Foyer und im Eingangsbereich bot. Sein Dank galt allen Ausstellern.

Doris Schillings, Geschäftsführerin operativ der Agentur für Arbeit Aachen-Düren, sagte zum Stellenwert der Berufsorientierung: „Ich finde solche Informationstage besonders wertvoll. Alle Betriebe, die hier dabei sind, machen alles richtig.“ Die Beschäftigung wachse, aber die Ausbildung wachse nicht unbedingt in gleichem Maße mit, mahnte sie. Schillings lobte einerseits die hohe Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen im Kreis Heinsberg und bezeichnete sie als „vorbildlich“.

Dennoch richtete sie — angesichts der demografischen Entwicklung — einen Appell an die Betriebe, auch jungen Menschen eine Chance zu geben, die noch begleitet werden müssten. Letztlich sei bei den ­gemeldeten Ausbildungsstellen „noch Luft nach oben“. Die beliebteste Berufsgruppe sei der Einzelhandel. Es gebe aber auch viele weitere Berufe, die nicht bei den Jugendlichen so im Blickpunkt stünden. Ihr Rat an sie: „Schaut genauer hin, schaut nach Chancen links und rechts und nicht nur zum Traumberuf.“

Der Kreis Heinsberg sei froh, dass es diese Berufsstartermesse gebe, sagte — in Vertretung von Landrat Stephan Pusch — Dezernent Franz Josef Dahlmanns, der die Aufgaben des Kreises im Rahmen der Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss — Übergang Schule-Beruf“ ebenso herausstellte wie die vielfältigen Bemühungen des ebenfalls auf der Messe vertretenen Kommunalen Integrationszentrums, Menschen, die nach ihrer Flucht nun im Kreis Heinsberg eine neue Heimat finden würden, gerade auch im Bildungsbereich — von der Schule bis zum Beruf — Unterstützung zu bieten.

Zur Mittagszeit gab es fantastische Zauberei von Entertainer Dan Berlin aus Düsseldorf auf der Bühne. Und ein Gast hatte sich vom Fußball-Bundesligisten Borussia Mönchengladbach angesagt: Nachwuchsdirektor Roland Virkus zeigte sich begeistert von der Education und fand es „großartig“, dass jungen Menschen mit einer solchen Veranstaltung die Chance zur Information und Orientierung geboten werde — so etwas habe es zu seiner eigenen Jugendzeit nicht gegeben.

Virkus betonte die große Bedeutung einer guten Ausbildung — schulisch wie im Berufsleben, schließlich könnten die Träume vieler Jungen von einer Karriere als Fußballprofi nur zu einem ganz geringen Prozentsatz in Erfüllung gehen — und es gebe ein Leben nach dem Fußball. Generell gelte, dass man einen Fehler machen könne, auch bei der Berufswahl, man dürfe ihn nur nicht zweimal machen...

Hier geht es zur Bilderstrecke: Wie geht Ausbildung? Die Berufsstartermesse Education

(red)