Gangelt-Breberen: Instrumentalverein St. Josef beschert Zuhörern Konzertgenuss

Gangelt-Breberen: Instrumentalverein St. Josef beschert Zuhörern Konzertgenuss

„Music was my first love“ schallte durch die voll besetzte Festhalle in Breberen und fasste zum Schluss eines wieder einmal beeindruckenden Weihnachtskonzertes des Instrumentalvereins St. Josef zusammen, worum es an diesem Abend ging: „Liebe ist…“ lautete das Motto, und der Musikrat des Instrumentalvereins hatte wunderbare Stücke zum Thema ausgesucht.

So passend, dass sie dem „Harald Schmidt von Breberen“, Thomas Jansen, bei seinen lockeren Sprüchen, mit denen er und Vera Killen durchs Programm führten, eine verbal-artistische Steilvorlage nach der anderen boten.

Hohe Qualität

In Breberen beginnt das Konzert alljährlich mit einem Auftritt des Jugendorchesters unter der Leitung von Tim van Heel. Thorben Killen und Matthias Lüttgemeier gaben hier ihr Debüt. Sie erzählten musikalisch vom A-Team, von den Piraten der Karibik und bekamen für „Let‘s get loud“ besonders viel Applaus. Mit dem Juniorenmarsch machten sie die Bühne frei für die 65 Musiker von St. Josef, zu denen Anna-Lena Schmitz und Carmen Killen aus dem Jugendorchester stießen.

Für so eine große Gruppe musste gar die Bühne von den Ehrenmitgliedern erweitert werden. „Es wäre doch schön, wenn sich jemand aus dem Publikum im Rahmen unseres Themas ein Herz fassen und seinem Partner auf der Bühne einen Heiratsantrag machte“, bat Thomas Jansen am Ende unerfüllt in die Runde, und das Orchester stimmte schon mal unter der bewährten Leitung von Büb Mühlenberg, dem „Oswald Kolle des Selfkants“, Verdis Triumpfmarsch an. Schon da zeigte sich die hohe Qualität dieses weit und breit einmaligen Musikvereins. 65 Musiker, in allen Registern gut besetzt, setzen Maßstäbe in der symphonischen Blasmusik.

Karin Randeraths Instrument war bis zum vergangenen Jahr die Klarinette; nun spielt sie ein Fagott — eine herrliche Bereicherung. „Giacomo“ befasste sich mit dem Leben Casanovas, und nach dem neunminütigen Stück trat ein etwas verlegener Thomas Jansen ans Mikrofon: „Wie kriege ich jetzt fettknäpfchenfrei die Kurve von Casanova zu Bürgermeister Bernhard Tholen“, lud er den Ersten Bürger zu einem Grußwort auf die Bühne.

Feurige Liebe

Von einer feurigen Liebe in Ungarn erzählte „Anitschka“, und zum Schluss des ersten Teiles erzählten alle Instrumente „Die Legende vom Kuss“. Lustig ging es beim „Weibermarsch“ zu, Sehnsüchte weckte man mit „Out of Africa“, und das „Weiße Rössl“ und „Marry you“ waren Selbstläufer. Bei „Music“ gab es eine passende Light-Show die vom Publikum begeistert gefeiert wurde. Passend zum Thema gab es als Zugabe „Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben“ und die „Alten Kameraden“, das traditionell am Schluss gespielt wird.

(hama)
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