Kreis Düren: In vielen Bereichen zeichnen sich Fachkräftemängel ab

Kreis Düren: In vielen Bereichen zeichnen sich Fachkräftemängel ab

Die Agentur für Arbeit unterstützt „Zukunftsstarter“ im Kreis Düren, die Initiative „Erstausbildung junger Erwachsener“ wird verlängert.

Mit rund 100.000 Eintritten wurde die bundesweite Initiative, die von 2013 bis 2015 lief, erfolgreich abgeschlossen. Die Nachfolgeinitiative startete parallel zum Inkrafttreten des Arbeitslosenversicherungs- und Weiterbildungsstärkungsgesetz (AWStG) am 1. August.

Im Rahmen des Programms wurden und werden junge Menschen zwischen 25 und 35 Jahren ohne Berufsausbildung angesprochen. Ziel war und ist es, sie für den nachträglichen Erwerb eines Berufsabschlusses zu gewinnen. Junge Erwachsene ohne berufliche Ausbildung bleiben auch weiterhin im Fokus der Unterstützung von Jobcentern und Arbeitsagenturen. Ihnen wird geholfen, sich durch Weiterbildung eine bessere Voraussetzung für ihr weiteres Erwerbsleben zu erarbeiten.

Klarer Wille

„Im unserem Agenturbezirk haben bislang schon gut 1600 junge Männer und Frauen von der Initiative profitiert“, sagt Gabriele Hilger, Leiterin der Arbeitsagentur Aachen-Düren. „Die Fortsetzung der Initiative verdeutlicht den klaren Willen des Gesetzgebers, die abschlussorientierte Weiterbildung weiter zu stärken und das Engagement auszubauen. Ziel ist die Weiterbildungsförderung gering qualifizierter Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Sie sollen mit den Berufsabschluss noch weiter verbessern.

Denn angesichts der immer älter werdenden Gesellschaft und der sich bereits in einigen Wirtschaftsbereichen abzeichnenden Fachkräfteengpässe, zeigt sich gesellschaftlich eine große Chance und Notwendigkeit, Menschen ohne abgeschlossene Berufsausbildung dabei zu unterstützen, einen beruflichen Abschluss zu erwerben und eine nachhaltige Perspektive auf dem Arbeitsmarkt zu erhalten“, so Hilger weiter.

Dass ein ausreichendes Potenzial an Bewerbern vorhanden ist, zeigt die Arbeitslosenstatistik: Allein im Agenturbezirk Aachen-Düren sind rund 10 400 Menschen zwischen 25 und 34 Jahren arbeitslos gemeldet, davon mehr als 4700 (45 Prozent) ohne Berufsabschluss.

Ungelernte tragen nach wie vor das höchste Risiko, arbeitslos zu werden und zu bleiben. „Daher lohnt sich diese Investition für alle Seiten. Ganz besonders auch für die jungen Erwachsenen, die ihre Situation am Arbeitsmarkt durch eine Ausbildung verbessern können, insbesondere aber auch für Betriebe, die sich in einigen Berufen bereits schwer tun, Fachkräfte oder Auszubildende zu finden“, so Hilger. Die Initiative richtet sich nicht nur an arbeitslose junge Menschen ohne Ausbildung, sondern auch an gering qualifizierte junge Erwachsene, die in einer Beschäftigung sind.

Hilger: „Ziel ist es, bis Ende 2020 bundesweit 120.000 junge Teilnehmer für eine Aus- und Weiterbildung mit dem Ziel eines Berufsabschlusses zu gewinnen.“ Neue Fördermöglichkeiten würden dazu beitragen, dass bisherige Hemmnisse, die einer Weiterbildung im Weg standen, künftig abgebaut werden.

Die Ausbildungsplattfom in der Region Aachen, Düren und Heinsberg: acubi.de