Kreis Düren: IG Metall fordert „Kurswechsel - für ein Gutes Leben”

Kreis Düren: IG Metall fordert „Kurswechsel - für ein Gutes Leben”

Die IG Metall im Kreis Düren kritisiert die mit dem Sparpaket beschlossenen Pläne der Bundesregierung und fordert einen grundlegenden Kurswechsel der Politik.

„Die Sparpläne treffen vor allem die Schwächsten der Gesellschaft, Arbeitslose und Hartz-IV-Empfänger. Aber auch die Familien werden zur Kasse gebeten. Die Verursacher der Krise werden dabei verschont. Das ist in hohem Maße ungerecht”, erklärte Paul Zimmermann der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Düren.

Zudem würden die krisenbedingten Einnahmeausfälle der Kommunen deren Handlungs- und Investitionsfähigkeit in Frage stellen. Städte und Gemeinden würden daher ihre sozialen und kulturellen Angebote beschränken, betont Zimmermann weiter.

Daher wollen die Metaller im Kreis Düren trotz Ferienzeit ab dem 3. August jeden Dienstag um 17 Uhr auf dem Dürener Marktplatz auf diese Missstände aufmerksam machen. „Wegen der großen Betroffenheit haben wir Sozialverbände, Kirchen, Parteien und die anderen DGB-Gewerkschaften zum Mitmachen eingeladen. Gemeinsam wollen wir deutlich machen, dass es um eine Politik für die Mehrheit der Menschen geht”, beschreibt Zimmermann das Anliegen.

Auch in den Betrieben wird die IG Metall in den nächsten Wochen aktiv. Das Motto lautet: „Sparpaket? Annahme verweigert!” Die IG Metall sammelt Postkarten, mit denen die Annahme des Sparpaketes symbolisch verweigert werden. Die Beschäftigten können gleichzeitig eigene Vorschläge für eine bessere Politik machen. Die Karten sollen der Bundesregierung im Herbst übergeben werden. Gemeinsam mit den anderen DGB-Gewerkschaften wird die IG Metall im Herbst darüber hinaus Aktionswochen durchführen.

Landesweiter Höhepunkt wird eine Großveranstaltung am 13. November in der Dortmunder Westfalenhalle sein. Paul Zimmermann: „Das Sparpaket ist in Wirklichkeit ein Spaltpaket. Es gefährdet den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Es sorgt weder für Wachstum noch für neue Arbeitsplätze. Wenn wir jetzt nicht umsteuern, ist die nächste Krise vorprogrammiert. Wir brauchen Investitionen in Zukunft, in Bildung und gute Arbeitsplätze. Es ist höchste Zeit für eine Kurswechsel, deshalb mischen wir uns ein.”

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