Hückelhoven-Schaufenberg: Hückelhovener Schüler informieren sich bei Stahlbau Küppers

Hückelhoven-Schaufenberg: Hückelhovener Schüler informieren sich bei Stahlbau Küppers

Bei Stahlbau Küppers waren jetzt Schüler der Abschlussklassen der Hückelhovener Hauptschulen zu Gast. Im Rahmen der Berufsorientierung informierten sie sich über die Möglichkeiten einer Ausbildung im Metallhandwerk und im Büro.

„Wer etwas erreichen will, der hat auch die Chance”, betonte die Lehrerin Liane Wolfgarten-Michels, die an der Hückelhovener Hauptschule auch den Bereich der Berufsorientierung betreut. Sie war mit ihren Zehntklässlern gekommen und wusste von ehemaligen Schülern zu berichten, die nach einem Praktikum bei Küppers auch für die Ausbildung übernommen wurden.

Keine konkreten Vorstellungen

Viele Schüler hätten noch keine konkreten Vorstellungen von ihrer Berufswahl und wollten weiter zur Schule gehen, um sich zu qualifizieren. Thomas Schütz war mit Jugendlichen aus der Hilfarther Caritas Jugendwerkstatt gekommen, um sich über die Möglichkeiten eines Praktikums in dem Traditionsbetrieb zu informieren. „Da wir selber eine Metallwerkstatt haben, sind wir den Umgang mit Metall gewohnt”, betonte er. Erwartet wurden zwei Gruppen mit insgesamt über 100 Schülern der Abschlussklassen der Ratheimer und Hückelhovener Hauptschulen sowie anderer Einrichtungen.

Das Engagement der Anlagen- und Stahlbauer ist natürlich nicht so ganz uneigennützig. „Wir investieren in den eigenen Nachwuchs und bilden aus”, betonte Otti Weinsheimer, die sich als Personalleiterin auch um den Firmennachwuchs kümmert.

Praktikum im Betrieb

Jedes Jahr bietet Küppers zehn Ausbildungsplätze. Voraussetzung für eine erfolgreiche Bewerbung ist neben einem Abschlusszeugnis auch ein Praktikum im Betrieb und die Bereitschaft, während der Ausbildung auch samstags zum Betrieb zu kommen. Denn Küppers investiert zusätzlich in die Qualifizierung der Azubis und bietet außerhalb der Arbeitszeit auch Schweißerlehrgänge an.

Das kam beileibe nicht bei allen Besuchern gut an. Der Zehntklässler Sergen ließ sich davon nicht abschrecken. „Ich finde das gut, denn ich lerne etwas, das ich immer brauchen kann”, erklärte er, nachdem Werksstudent Alexander Graf das unternehmen und seine Tätigkeitsfelder vorgestellt hatte. Sergen will sich auf jeden Fall so früh wie möglich bewerben und das Praktikum absolvieren.

Nach der Einführung ging es in Gruppen durch den Betrieb. Das Ausbildungsangebot richte sich auch an Mädchen, betonte Weinsheimer. Doch erfahrungsgemäß meldeten sich eher die Jungs. Das Unternehmen lädt schon zum zweiten Mal in Zusammenarbeit mit der Stadt zur Informationsveranstaltung über die Ausbildungsberufe im Metallhandwerk und im Bürobereich ein. Derzeit sind 26 Azubis im Betrieb beschäftigt. Sechs von ihnen werden in diesem Jahr ihre Ausbildung beenden und auch übernommen.

Die Stadt sucht derzeit nach ähnlichen Kooperationen mit Betrieben, die im handwerklichen Bereich ausbilden, wie der Integrationsbeauftragte Heinz-Josef Schmitz betonte. Erste Erfolge gebe es auch schon im Bereich der Bereich der Altenpflege.