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Hamburg: Zulassungsbeschränkte Fächer: Mehrfachbewerbungen helfen weiter

Hamburg : Zulassungsbeschränkte Fächer: Mehrfachbewerbungen helfen weiter

In vielen Studiengängen können sich Interessenten nicht einfach einschreiben. „Die Zahl der Zulassungsbeschränkungen hat zugenommen”, sagte Thomas Vielhauer von der Arbeitsagentur in Hamburg dem dpa-Themendienst.

„Das ist ein wichtiges Thema, das frühzeitig geklärt werden sollte”, empfahl der stellvertretender Leiter des Beratungsteams für akademische Berufe. Eine zentrale Datenbank über sämtliche Zulassungsregeln gebe es aber leider nicht.

Die Chancen auf einen Studienplatz in einem zulassungsbeschränkten Fach lassen sich erhöhen, wenn Bewerbungen an mehrere Hochschulen geschickt werden. „Wir raten dazu, mehrgleisig zu fahren”, sagte Vielhauer. Auch wer sich bei der Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS) bewirbt, könne es parallel an weiteren Hochschulen direkt versuchen.

Bewerber sollten sich aber auch rechtzeitig mit dem Gedanken vertraut machen, dass die Bewerbung schiefgehen kann: „Man denkt besser schon vorher darüber nach, was man tut, wenn man keinen Platz abbekommt”, riet Vielhauer. Eine Katastrophe sei das nicht - im Gegenteil: „Man sollte das als Chance sehen.” Eine Möglichkeit sei zum Beispiel, ein Freiwilliges Soziales Jahr zu machen oder mit Work & Travel ins Ausland zu gehen.

Auch von Australien oder Kanada aus lassen sich dann die Bewerbungen für die nächste Runde vorbereiten: „Das ist bei den Hochschulen heute fast immer auch online möglich.” Keine gute Strategie sei es dagegen, die Frage der Studienfachwahl zu verschleppen und stattdessen erst einmal auf Reisen zu gehen. „Dann verdrängt man das Problem nur und weiß hinterher auch nicht besser, was man machen soll.”