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Aachen: Ziel der neuen Steuer: Mehr Erst-Aachener

Aachen : Ziel der neuen Steuer: Mehr Erst-Aachener

Die Stadt Aachen führt im kommenden Jahr eine Zweitwohnsitzsteuer ein - zehn Prozent der Kaltmiete.

Insgesamt gibt es in der Stadt 35 000 Zweitwohnsitze, vornehmlich von Studierenden. Die Stadt zielt jedoch weniger auf die Steuereinnahmen ab.

Ziel ist vielmehr, die Betroffenen zur Anmeldung eines Hauptwohnsitzes zu bewegen. Das würde der finanziell fast ruinierten Stadt 640 Euro pro Person an zusätzlichen Zuweisungen vom Land bringen. Die Stadt rechnet laut Kämmerer Joachim Witt längerfristig mit einer maximalen Mehreinnahme von fünf Millionen Euro. Anfangs sei jedoch der Personalaufwand riesig.

Unter anderem der TH-AStA kritisiert die Steuer als Zwangsmaßnahme, die die Stadt für neue Studenten unattraktiv mache.

Allerdings haben in NRW schon zahlreiche Uni-Städte die Steuer eingeführt. Vor allem im Ruhrgebiet laufen dagegen Gerichtsverfahren. Aachen sieht die grundsätzliche Rechtmäßigkeit jedoch durch frühere Prozesse geklärt.