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Regionale Unterschiede: Weniger Studiengänge mit Numerus Clausus

Regionale Unterschiede : Weniger Studiengänge mit Numerus Clausus

Nur noch gut 31 Prozent der Studiengänge in Nordrhein-Westfalen werden zum kommenden Wintersemester mit Numerus Clausus (NC) vergeben.

Die Zahl der Studiengänge, bei denen die Abiturnote über die Zulassung entscheidet, sei damit erneut gesunken, teilte das Wissenschaftsministerium am Montag mit. Allerdings gibt es bei den NC-Quoten in Städten mit mehr als 17.000 Studierenden Unterschiede.

Während in Köln über die Hälfte der Studienangebote an den Hochschulen und Universitäten zulassungsbeschränkt sind (52 Prozent), sind es in Paderborn gerade einmal 10 Prozent. Das geht aus dem vom Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) veröffentlichten „Numerus-Clausus-Check 2021/22“ hervor. In Aachen sind 24 Prozent der Studiengänge mit NC belegt, in Münster und Düsseldorf 30 Prozent, in Bochum 37 Prozent, in Bielefeld 32 Prozent und in Essen 33 Prozent.

Am häufigsten sind in NRW Studiengänge in den Rechts-, Wirtschafts-, Gesellschafts- und Sozialwissenschaften zulassungsbeschränkt (41,5 Prozent), in den Ingenieurwissenschaften dagegen nur rund ein Fünftel (20,8 Prozent).

Weiterer Rückgang erwartet

Die CDU/FDP-Landesregierung erwartet einen weiteren Rückgang bei der Zahl der NC-Studiengänge. Zum vergangenen Wintersemester 2020/21 waren 33 Prozent der Studiengänge zulassungsbeschränkt, 2016/2017 waren es noch 38 Prozent gewesen. Die Bewerbungsfrist im Zentralen Verfahren endet für das kommende Wintersemester am 31. Juli 2021.

Mit dem Ausbau der Studienkapazitäten sei es in den vergangenen Jahren gelungen, eine kontinuierliche Verbesserung bei der NC-Quote zu erzielen, so das Ministerium. Allein für künftige Lehrkräfte entstehen in NRW bis zu 1000 neue Studienplätze. Sowohl bei der Gesamtquote der zulassungsbeschränkten Studiengänge als auch getrennt nach Hochschultypen und Abschlüssen lägen die NC-Quoten in NRW jeweils deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt.

(dpa)