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Jülich/Brüssel: Weiterer Supercomputer in Jülich

Jülich/Brüssel : Weiterer Supercomputer in Jülich

Die Kompetenz des Jülicher Forschungszentrums in der Kernfusionstechnik wird gestärkt. Wie am Mittwoch bekannt wurde, wird Jülich im kommenden Frühjahr Standort eines europäischen Supercomputers.

„Ausschließlich und ganz allein für die Fusionsforschung”, so Dr. Ralph P. Schorn vom Institut für Energieforschung- Plasmaphysik.

Betrieben wird der neue Supercomputer durch das FZJ, genutzt wird er aber durch alle mit Euratom (Europäische Atomgemeinschaft) assoziierten Fusionsinstitute in ganz Europa. Mit dem Zuschlag - auch andere Länder hatten sich um den Standort beworben - unterstreicht die EU in Brüssel, dass die Jülicher Wissenschaftler die Experten im Supercomputing sind.

Ziel von Euratom ist die Schaffung der für die Bildung und Entwicklung von Kernindustrien erforderlichen Voraussetzungen. So etwa die Entwicklung und Forschung der friedlichen Nutzung von Kernenergie, wozu auch die Fusion gehört. „Mit diesem Ja zu Jülich wird unsere jetzt schon feste Verankerung in der Fusionsforschung der EU nachhaltig gestärkt”, sagt Schorn.

Was die Betonung der Technologie-Komponente anbelangt, werden Aufgaben zum Beispiel im Maschinenbau und in der Elektronik gegenüber der Physik immer wichtiger. Deshalb werden die Jülicher unter dem Dach von „Jara-Energie” (Jülich-Aachen Research Alliance) in Zusammenarbeit mit der RWTH Aachen künftig auf dem Gebiet der Fusionstechnologie die Ausbildung von Ingenieuren forcieren. Denn, so Schorn: „Fusionsanlagen in bisher nicht gekannter Größe müssen gebaut werden.”