Aachen: „VuvuzeLautlos” dreht Tröten den Ton ab

Aachen: „VuvuzeLautlos” dreht Tröten den Ton ab

Wissenschaftler drehen den Vuvuzela-Tröten mit einer neuen Software den Ton ab. Selbst genervt von der trötendominierten Geräuschkulisse entwickelten zwei Fußballfans und Informatiker der RWTH Aachen in einer Spontanaktion „VuvuzeLautlos”.

„Die Vuvuzela hat einen Grundton und Obertöne. Die lassen sich identifizieren und durch die Software rausnehmen”, sagte Entwickler Bernd Geiser am Donnerstag. Brauchbar ist die kostenlose Software für Fußballfans, die die Spiele auf ihrem Computer gucken und dazu die VLC-Software installiert haben, wie man sie für einen Live-Stream oder einen Video-Film braucht.

Fußballgucker müssen aber nicht ganz auf die Geräuschkulisse verzichten. „VvuzeLautlos” schalte nur die Tröten aus. „Den Jubel und andere Geräusche hört man auch weiter”, sagte der Informatiker am Institut für Nachrichtengeräte und Datenverarbeitung. Die Instituts-Kollegen werden diesen Freitag beim Deutschlandspiel davon profitieren. „Wir gucken alle zusammen”, sagte Geiser. „Da müssen wir die Tröten nicht auf Dauer ertragen.”

Die Wissenschaftler beschäftigen sich normalerweise mit der Reduktion von Störgeräuschen bei Handys und Hörgeräten - jetzt ausnahmsweise auch mal bei Fernsehern. „Das war kein ernsthaftes Projekt, sondern eher ein Beiprodukt”, bekannte der Informatiker. „Auf ein ungestörtes WM-Vergnügen”, schreiben die Entwickler auf ihrer Internet-Seite.

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