Berlin: Viele Bachelor sind zum Berufsstart überqualifiziert

Berlin: Viele Bachelor sind zum Berufsstart überqualifiziert

Mehr als jeder fünfte Hochschulabsolvent mit Bachelor-Titel muss sich auf dem Arbeitsmarkt zumindest zum Einstieg unter Wert verkaufen.

Wie aus einer Studie des Stifterverbandes für die deutsche Wissenschaft hervor geht, haben knapp 20 Prozent der Fachhochschul- und sogar 28 Prozent der Universitätsabgänger ein Jahr nach ihrem Abschluss einen Job keinen angemessenen Job. Die Arbeit fällt dann weder in die studierte Fachrichtung noch setzt sie überhaupt einen Hochschulabschluss voraus.

Einer „volladäquaten” Beschäftigung gehen 54 Prozent der Fachhochschul- und 40 Prozent der Universitäts-Bachelor nach. Am höchsten ist die Wahrscheinlichkeit für eine dem Abschluss angemessene Beschäftigung für Ingenieure von der Fachhochschule (64 Prozent), am geringsten für Sprach- und Kulturwissenschaftler mit Universitätsabschluss (29 Prozent).

Diese Unterschiede schlagen sich auch in der Zufriedenheit der befragten Bachelor nieder. So sind fast zwei Drittel der Fachhochschulabsolventen mit ihrer beruflichen Situation insgesamt (sehr) zufrieden, hingegen nur 56 Prozent der Universitätsabgänger. Wenig oder überhaupt nicht zufrieden mit ihrem Job sind 16 Prozent der Bachelor von der Fachhochschule und 19 Prozent der Uni-Absolventen.

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