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Aachen: Uniklinikum stellt seine Forschung für Kinder vor

Aachen : Uniklinikum stellt seine Forschung für Kinder vor

An Informationsveranstaltungen des Universitätsklinikums Aachen zu bestimmten Krankheiten und für spezielle Gruppen fehlt es sicherlich nicht. Am 20. Februar, einem Sonntag, soll es einmal etwas anders zugehen.

Eingeladen sind Eltern der ganzen Region mit ihren Kindern. In für Laien verständlicher Weise können sie sich über die neuere wissenschaftliche Forschung des Hauses zu ein paar der wichtigsten Krankheiten aufklären lassen, die (ihre) Kinder betreffen (könnten).

Und bei so manchen Störungen, die bei heutigen Kindern eher auftreten als in früheren Generationen, kann Aufklärung über neuere Erkenntnisse sicherlich helfen, Vermutungen und Vorurteilen zu begegnen, die letztlich zu einer falschen Behandlung der Kinder führen.

Dass zum Beispiel an Pubertätsmagersucht leidende Mädchen auch hormonell gestört sind und ihr oft „exzessiver” Bewegungsdrang nicht nur dem Wunsch nach Gewichtsreduktion geschuldet ist.

Oder dass das Risiko, übergewichtig zu werden, schon mit dem Stoffwechsel der Mutter während der Schwangerschaft zu tun haben kann.

„Wir wollen einmal präsentieren, dass viele der Forschungen in unseren Kliniken unmittelbar mit den Interessen vieler Eltern und Kinder in der Region zu tun haben”, erzählen Gerhard Heimann (Klinik für Kinderheilkunde) und Beate Herpertz-Dahlmann (Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie).

Unter der Leitung dieser beiden Professoren organisiert das Uniklinikum diesen ersten „Tag der Gesundheitsforschung”. Der wurde angeregt vom Wissenschaftsrat, der Deutschen Forschungsgemeinschaft sowie verschiedenen medizinischen Forschungsverbänden. Er findet, unter anderem, im Namen des Bundesforschungsministeriums statt.

Jedes Jahr nun sollen die Unikliniken Deutschlands zu verschiedenen Themen auffahren, was die medizinische Wissenschaft in Deutschland leistet. Dieses Jahr zum Einstieg unter dem Motto „Forschung für gesunde Kinder”.

In Aachen beteiligen sich vier Kliniken, die mit Kindern zu tun haben: Kinderheilkunde, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Kinderkardiologie und die Klinik für Phoniatrie, Pädaudiologie und Kommunikationsstörungen. Unter diesem etwas schwierigen Titel beschäftigt sich diese Klinik mit allen Formen von Stimm- und Sprachstörungen, mit dem Hören und Wahrnehmungsstörungen.

Während die Eltern den fünf Fachvorträgen lauschen können, gibt es für Kinder jeden Alters eine „kindgerechte” Beschäftigung an diesem Sonntagnachmittag. Die Kleinsten können ihren Teddy oder andere Lieblinge mitbringen und „untersuchen” lassen. Die Größeren können mitmachen bei Tests mit Messgeräten (Gewicht, Herzschlag, Blutdruck, Lunge).

Die Vorträge dauern jeweils bis zu 20 Minuten, anschließend kann gefragt werden. Versprochen ist, so Prof. Herpertz-Dahlmann und Prof. Heimann, dass alle verstehen können sollen, was die Forscher vortragen.