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Aachen: Tumorzentrum feiert: „Tristesse keine Chance”

Aachen : Tumorzentrum feiert: „Tristesse keine Chance”

Das Thema Krebs ist eigentlich oftmals gar keines. Denn Krebs wird nur zu gerne totgeschwiegen und verdrängt - auch heute noch.

Mit betretenem Schweigen, so erleben es Betroffene immer wieder, reagieren viele Freunde und Bekannte auf die Hiobsbotschaft.

„Krebs muss gesellschaftsfähig werden, denn Krebs ist ein Thema, das uns alle angeht”, fordert Helga Ebel, die Leiterin der Krebsberatungsstelle des Tumorzentrums Aachen.

Den 25-jährigen Geburtstag des Zentrums wollen die im Zentrum engagierten Berater, Ärzte und Selbsthilfegruppen deshalb groß feiern.

Ganz Aachen ist geladen, wenn das Zentrum am Samstag, 6. November, um 18 Uhr zum großen Fest in der Mensa Vita, Helmertsweg 1, lädt.

„Tristesse hat bei uns keine Chance”, verspricht Margot Leitz-Jarosch von der Aachener Frauenselbsthilfe. Dafür bürge nicht zuletzt das bunte Programm, welches für jeden Geschmack das Passende bereithalte.

Tatsächlich verzichtet das Tumorzentrum - von den Begrüßungsreden einmal abgesehen - auf Staatstragendes. Vielmehr darf sich das Publikum auf eine bunte musikalische wie humoristische Mischung freuen, die auch einer Karnevalssitzung zur Ehre gereichen würde.

So haben sich unter anderem Josef, Jupp & Jüppchen, die Köllepööetzer oder De Eazekömp angesagt. Mit dabei sind auch Globo, die Flamenco-Truppe Los Jaranas und das Muckefuck Jazzorchester. Moderiert wird der Abend von Reiner Gerrards.

Auch Sozialministerin Ulla Schmidt ist als Schirmherrin der Veranstaltung zugegen. Schließlich, das meint Helga Ebel, dürfe „die heroische Leistung jedes Einzelnen, der den Krebs besiegt, nicht einfach übersehen werden”.

Zum Feiern hat das Tumorzentrum auch allen Grund: Mehr als 40.000 Patienten hat das Zentrum innerhalb eines Vierteljahrhunderts beraten und damit oftmals aus einer existenziellen Krise geführt.

„Wir helfen den Betroffenen bei allen gesundheitlichen wie sozialen Fragen, stellen die Kontakte zu Ärzten und Ämtern her”, erklärt Helga Ebel. „Wir haben eine Schieflage im System, denn Ärzte und Patienten begegnen sich nicht auf derselben Augenhöhe. Wir verstehen uns deshalb auch als Anwalt der Patienten im Gesundheitssystem.”

Das Tumorzentrum sei heute, so meint Henning Saß, der Ärztliche Direktor des Uniklinikums Aachen, eines der profiliertesten Netzwerke für Krebsforscher der Region. „Hier schauen die hochspezialisierten Fachleute regelmäßig über den Tellerrand ihres eigenen Forschungsgebietes”, so Saß.

Karten für die Jubiläumsparty in der Mensa Vita können für fünf Euro unter 0241/474880 reserviert oder an der Abendkasse erworben werden.