1. Hochschule

Aachen: Templergraben als Fußgängerzone

Aachen : Templergraben als Fußgängerzone

In einem „Offenen Brief” an Oberbürgermeister Dr. Jürgen Linden hat TH-Rektor Professor Dr. Burkhard Rauhut noch einmal vehement für den „Campus Templergraben” zwischen dem TH-Hauptgebäude und dem Karman-Forum geworben.

Die Bedeutung der RWTH Aachen für die Stadt zeige sich auch darin, das sie mit ihrem Hautgebäude sowie den umliegenden Instituten so nahe am Kern der Stadt - Rathaus und Dom - liegt, wie sonst keine andere Universität in Deutschland. Rauhut: „Dies sollte Anlass sein, die symbiotische Verbindung von Universität und Stadt auch dadurch zu stärken, dass ihre auch räumliche Verschränktheit deutlich sichtbar gemacht wird.”

Aufgrund der derzeitigen Verkehrssituation sei dies jedoch nicht möglich, da der Templergraben „quasi das Herz der Hochschule durchschneidet”. Die im aktuellen Verkehrsgutachten angegebenen enormen Fußgänger- und Fahrradströme im Bereich rund um den Templergraben würden mit der Fertigstellung des Studierendenzentrums „SuperC” noch zunehmen. Hinzu komme, dass das „SuperC” sich auch Touristen anziehen werde.

„Da daran gedacht ist, das Gebiet Hauptgebäude/SuperC als einen der Anlaufpunkte für die Route Charlemagne auszuweisen, wäre es zudem dringend nötig, Ausstellungsfläche in genügender Quantität und Qualität zur Verfügung zu haben”, so der TH-Rektor. „Alle diese Überlegungen führen dazu, dass ich im Namen der RWTH Aachen beantrage, den Templergraben zwischen Wüllnerstraße und Schinkelstraße als Fußgängerzone auszuweisen.”

Eine derartige Maßnahme sollte möglichst mit Fertigstellung des „SuperC” im Juli 2008 realisiert sein, um dann eine komplette Umgestaltung des gesamten Areals vornehmen zu können. Natürlich müsste dafür umgehend mit den notwendigen Planungsmaßnahmen begonnen werden, die insbesondere den öffentlichen Nahverkehr betreffen.

Rauhut appelliert an Linden sich dafür einzusetzen, dass eine derartige Campuslösung Templergraben realisiert werden kann. „Die enorme Erhöhung der Attraktivität der Stadt sowie der RWTH Aachen, von der weite Teile der Stadt wirtschaftlich profitieren, sollte angemessen abgewogen werden gegenüber möglichen Einschränkungen, die durch eine geänderte Verkehrsführung hervorgerufen werden könnten.”