1. Hochschule

Aachen: Studieren im Netz: 880 000 Euro für neues RWTH-Projekt

Aachen : Studieren im Netz: 880 000 Euro für neues RWTH-Projekt

Die RWTH kann einen weiteren Schritt in Richtung „Notebook-Universität” machen: Mit rund 880 000 Euro aus den UMTS-Erlösen finanziert das Bundesbildungsministerium ein Konzept der Aachener Hochschule, dessen Ziel die Entwicklung neuer Lern- und Lehrmethoden unter Einsatz von neuen Technologien ist.

Die RWTH setzte sich mit der am Montag bekannt gegebenen Entscheidung mit rund einem Dutzend anderer Universitäten aus einem Kreis von bundesweit rund 100 Antragstellern durch.

Kern des so genannten Urmel-Projektes in Aachen ist, das Lernen an jedem Ort und zu jeder Zeit zu ermöglichen.

Professor Otto Spaniol von der federführenden Abteilung Informatik IV erläutert auf AZ-Anfrage: „Mit dem Projekt werden und wollen wir nicht die Vorlesung ersetzen. Vielmehr sollen Studenten, die sich an verschiedenen Orten befinden, zusammenarbeiten können.”

Durch die Installation von rund 100 Sendern in relevanten Hochschulgebäuden wird derzeit die technische Grundvoraussetzung geschaffen. Die Studenten, die sich in der Nähe der Sender befinden, können das Funknetz nutzen, um sich etwa in das Hochschulnetz einzuklinken und so - kabellos - kommunizieren zu können.

Die erste Praxisphase, die 2003 beginnen soll, ist auf wenige RWTH-Abteilungen (Informatik IV, Berufs- und Wirtschaftspädagogik, Werkzeug-Maschinen-Labor, Computer gestütztes Planen in der Architektur, Arbeitswissenschaften sowie das Rechenzentrum) beschränkt. Ziel sei eine Ausdehnung auf die ganze Hochschule, sagt Spaniol.

Ein Problem finanzieller Natur sei dabei die Ausstattung der Studenten mit den Notebooks. Schließlich könne sich nicht jeder einen solchen Computer leisten - und die TH nicht für jeden Studenten einen zur Verfügung stellen. Daher werde erwogen, Notebooks zu leasen oder einen Exklusiv-Vertrag mit einem Unternehmen abzuschließen.