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Linnich: Stärkeres Engagement der FH gefordert

Linnich : Stärkeres Engagement der FH gefordert

Die Leitentscheidung der Landesregierung zur Zukunft Polizeistandortes Linnich zieht Kreise über die Polizeiaktivitäten hinaus. Was geschieht mit den Gebäuden, die jetzt schon und künftig nicht mehr von der Polizei genutzt werden?

„Es bestehen Überlegungen, weitere Gebäude für die Fachhochschule zu nutzen”, bekräftigte der Jülicher CDU-Landtagsabgeordnete Josef Wirtz gegenüber unserer Zeitung einen Gesichtspunkt, der bereits in der Absichtserklärung der Landesregierung vor dem Innenausschuss am Donnerstag angeklungen war. Wirtz, der den Linnicher Bürgermeister Wolfgang Witkopp um eine baldige Einberufung des „runden Tisches” gebeten hatte, steht bereits in Gesprächen mit dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes und der Fachhochschule.

Über die verstärkte Nutzung eines Teils der Liegenschaft als Studentenwohnheim hinaus werden Überlegungen angestellt, „ob hier nicht auch Lehrgänge oder Studiengänge angeboten werden können”. Wirtz gab sich zuversichtlich, dass für den Standort zufrieden stellende Lösungen gefunden werden. „Ich hätte mir mehr gewünscht, bin aber zufrieden, dass der Standort erhalten bleibt.”

Gewerkschafter und Personalratsvorsitzender Karl-Heinz Kochs machte aus seiner Enttäuschung kein Hehl. Der komplette Rückzug des Institut für Aus- und Fortbildung (IAF) zum Jahresende ist für Kochs ein Schlag ins Kontor. „Wir hatten angestrebt, dass wir als Teil der IAF weiter bestehen.”

Den Entzug der zentralen Fortbildung bezeichnete Kochs als Entscheidung, „die nicht von sachlichen Gesichtspunkten diktiert wurde, sondern von haushälterischen”. Er können nur hoffen, dass die Qualität der polizeilichen Ausbildung erhalten bleibe.