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Aachen/Bonn: RWTH nimmt erste Hürde zur Elite-Uni locker

Aachen/Bonn : RWTH nimmt erste Hürde zur Elite-Uni locker

Da trank auch Rektor Burkhard Rauhut mal ein Gläschen Sekt. Als einzige Hochschule in Nordrhein-Westfalen kann die RWTH Aachen damit rechnen, bald als Spitzenuniversität gefördert zu werden.

aM Abend gab die Gemeinsame Kommission von Deutscher Forschungsgemeinschaft (DFG) und Wissenschaftsrat in Bonn bekannt, dass Aachen und neun weitere Universitäten in die nähere Auswahl kommen: Bremen, Freiburg, Heidelberg, Karlsruhe, Tübingen, Würzburg, die FU Berlin sowie beide Münchner Universitäten.

Insgesamt 27 Universitäten hatten sich um die Fördermittel im Rahmen der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern beworben; darunter auch Bonn, Münster und Düsseldorf.

Die RWTH ist auch in den beiden anderen Förderlinien dieser Exzellenzinitiative locker über die erste Hürde gesprungen. Sie hat Aussicht, alle vier beantragten Graduiertenschulen bewilligt zu bekommen. Darin werden Top-Doktoranden besonders gefördert.

Außerdem wurden in dieser ersten Runde zwei von vier beantragten Exzellenz-Clustern positiv begutachtet. Das sind Forschungsverbünde der TH mit anderen Forschungseinrichtungen. Für NRW kommen insgesamt zehn Graduiertenschulen sowie vier Exzellenz-Cluster in die engere Wahl.

„Das ist schon richtig erfreulich für uns, dass wir so weit oben stehen”, räumte Rauhut ein, dass man mit einem so überragenden Ergebnis für Aachen als vorwiegend Technische Hochschule nicht unbedingt rechnen konnte.

Entscheidung im Herbst

Die jetzt benannten Hochschulen müssen bis April ihre bisherigen Entwürfe zu ausführlichen Anträgen machen. Über die befindet dann im Oktober ein Bewilligungsausschuss, dem außer der Gemeinsamen Kommission die Wissenschaftsminister von Bund und Ländern angehören. Wer jetzt nicht zum Zuge kam, kann sich in einer zweiten Runde bewerben.

Die Exzellenzinitiative hatten Bund und Länder Mitte vergangenen Jahres beschlossen. Fünf Jahre lang, ab Herbst 2006, wird so Spitzenforschung an deutschen Unis mit insgesamt 1,9 Milliarden Euro gefördert.

Die zehn als EliteUniversitäten herausgehobenen Hochschulen bekommen davon, zusätzlich zu den zwei anderen Förderlinien, je 21 Millionen Euro pro Jahr. Die RWTH will damit ihre internationale Spitzenstellung ausbauen, die Betreuung der Studierenden verbessern und Top-Wissenschaftler anziehen.