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Aachen: Roboter Hannibal geht auf Torejagd

Aachen : Roboter Hannibal geht auf Torejagd

Hannibal wird für Deutschland auf Torejagd gehen. Und mit ihm Cicero, Cato, Hector und Cäser. So haben Alexander Ferrein und Stefan Schiffer ihr Nationalspieler getauft.

Die reichen ihnen bis zur Hüfte und bestehen aus Prozessoren, Kabeln und Sensoren. Es sind Roboter und sie starten vom 14. bis 20. Juni beim RoboCup in Bremen, der Weltmeisterschaft im Roboterfußball.

Seit 2001 entwickeln sie in an der RWTH Aachen Fußball spielende Roboter. Damals hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft ein Schwerpunktprogramm ins Leben gerufen und bundesweit 14 Forschungsgruppen mobiler Roboter gefördert. Darunter den Lehrstuhl Informatik V der TH.

Hier sitzen Ferrein und Stefan Schiffer in einem Büro mit dunklen Teppichen und Flachbildmonitoren. Sie waren sozusagen die Geburtshelfer der Robotoren. Gemeinsam mit dem Lehrstuhl für technische Informatik und mit wachsender

Begeisterung wurden die Roboter entwickelt. 2003 haben die AlemanniACs - so haben sie ihr Team genannt - erstmals an den deutschen Meisterschaften teilgenommen.

Im gleichen Jahr verpassten sie bei der Weltmeisterschaft knapp das Viertelfinale. 2004 auch. 2005 fehlte für die Spiele in Osaka (Japan) das nötige Kleingeld. Andere deutsche Teams hatten es - und wurden Weltmeister.

Nun 2006 findet der RoboCup eben in Bremen statt, und das Aachener Team peilt endlich das Viertelfinale an. In anderen Städten und Ländern (vor allem Japan) stehen mehr Forschungsgelder und Entwickler zur Verfügung. Mehr ist da nicht drin.