Berlin: Rektor: „Von 250 Studiengängen sind zehn Prozent schlecht”

Berlin: Rektor: „Von 250 Studiengängen sind zehn Prozent schlecht”

Die Debatte über die Hochschulreform geht vor dem Hintergrund der bundesweiten Studentenproteste weiter. Der Präsident der Berliner Humboldt-Universität, Christoph Markschies, sagte am Mittwoch im Deutschlandfunk zu den Folgen der zurückliegenden Studienreformen: „Von 250 Studiengängen sind zehn Prozent wirklich schlecht.”

Er äußerte teilweise Verständnis für die Aktionen der Studenten. „Wir haben Studiengänge, die noch nicht zufriedenstellend organisiert sind. Die Anteile der freien Arbeit sind zugunsten vieler Prüfungen verschwunden.”

Markschies forderte von der Politik mehr Geld für die Hochschulen. Man habe das Geld für eine bessere Betreuung der Studenten nicht bekommen. „Das finde ich fürchterlich, daran muss energisch gearbeitet werden.”

Die Hochschulrektoren-Konferenz hatten den Bundesländern am Dienstag schwere Vorwürfe im Zusammenhang mit der Einführung der neuen Bachelor-Studiengänge gemacht. Sie seien unterfinanziert und überreguliert.

Am Rande der Konferenz demonstrierten rund 4000 Studenten mit Trillerpfeifen, Trommeln und Transparenten gegen Studiengebühren und Verschulung des Studiums.

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