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Aachen: Nanoforschungslabor blickt zurück auf 10 Jahre erfolgreiche Forschung

Aachen : Nanoforschungslabor blickt zurück auf 10 Jahre erfolgreiche Forschung

Erstmals im Juni 1994 stellte der Leiter des Instituts für Halbleitertechnik der RWTH Aachen und heutiger Direktor von „Amica” (Advanced Micro- and Optoelectronic Center Aachen), Professor Heinrich Kurz, erstmals öffentlich an der RWTH Aachen die Pläne für ein Nanotechnologielabor vor. Am 7. Juli 1997 wurde „Amica” dann Realität und startete mit einer klaren Mission mehrere Forschungsprojekte auf dem Gebiet der Nanotechnologie.

Heute blickt „Amica” stolz auf seine 10-jährige Erfolgsgeschichte zurück.

Seit seiner Gründung verfolgt „Amica” im Wesentlichen die Rolle eines Pfadfinders für Strategien und Potentiale der Nanotechnologie sowie die Umsetzung dieser Potentiale in strategische Zukunftstechnologien wie Informationstechnik, Energie und Life Science.

Unter ständiger Beachtung des Gleichgewichtes zwischen zukünftigen gesellschaftlichen Bedürfnissen und neuen Märkten werden aus der Fülle der Möglichkeiten, die sich aus der Beherrschung der Nanotechnologie für bspw. die Informationstechnologie ergeben, die entscheidenden Richtungen identifiziert und die Entwicklungen im globalen Wettbewerb erfolgreich vorangetrieben.

Im Gegensatz zu den oft visionären Ansätzen der Nanotechnologie, die zum Teil auf Illusionen beruhen, konzentrierte sich „Amica” auf die Realisierung funktionaler Nanostrukturen, die für die weitere Entwicklung der Informationstechnik eine wesentliche Rolle spielen. Diese „reale” Nanotechnologie ist in der Nanoelektronik heute nicht mehr wegzudenken.

Die ständige Verkleinerung von Transistoren - die Herzstücke eines jeden Computers und eines jeden Handys - erfordert in zunehmendem Maße, die Potentiale der Nanotechnologie richtig einzusetzen und neue Lösungskonzepte für die Zukunft zu entwickeln. So wurden zum Beispiel innerhalb eines vom BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung) geförderten Kooperationsprojektes mit der Firma Infineon neue Konzepte von Transistoren entwickelt, die heute bei Infineon wesentlich zur Leistungssteigerung moderner Chipgenerationen führen.

Zahlreiche weitere Beispiele zur Überwindung der Grenzen der bestehenden Silizium-Nanoelektronik beweisen, dass „Amica” sich in diesen letzten 10 Jahren zu einem hochattraktiven Pfadfinder für Zukunftstechnologien entwickelt hat.

Ein weiterer Fokus der Forschungsarbeiten von „Amica” liegt im Bereich neuer Anwendungsfelder für die Silizium-Nanoelektronik und hier vor allem in der Konvergenz von Optik und Elektronik auf dem Gebiet der Silizium-Photonik.

Die Brückenfunktion zwischen Grundlagen und angewandten Ingenieurwissenschaften auf dem Gebiet der Informationstechnik wurde insbesondere in einer erfolgreichen Kooperation mit der RWTH Aachen und hier insbesondere dem Institut für Halbleitertechnik sehr stark betont und konnte die internationale Sichtbarkeit der RWTH Forschung deutlich verstärken.

Nach 10 erfolgreichen Jahren steht „Amica” heute da als ein hochflexibles, global agierendes kleines Forschungsunternehmen. An vorderster Front der Forschung ist es mit zahlreichen führenden Institutionen auf europäischer Ebene vernetzt.

Anlässlich dieses 10-jährigen Bestehens von „Amica” lädt die AMO GmbH am 9. August 2007 zu einer offiziellen Jubiläumsfeier ein. Ein wissenschaftliches Fachkolloquium, das am Nachmittag im Gut Melaten stattfinden wird, soll allen Interessierten die Gelegenheit bieten, das Arbeitsgebiet und Leistungsangebot von „Amica” näher kennen zu lernen.

In fachlichen Vorträgen werden ausgewählte Redner aus langjährigen Kooperationen einen Einblick in die Forschungsaktivitäten von „Amica” geben. Im Anschluss daran wird die offizielle Jubiläumsfeier von dem Staatssekretär des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes NRW und ehemaligem Kanzler der RWTH Aachen, Herrn Dr. Michael Stückradt eröffnet. Sein Nachfolger im Kanzleramt der RWTH, Herr Michael Nettekoven, wird in seinen Begrüßungsworten die Bedeutung der Arbeiten von „Amica” für die RWTH herausstellen.

Als EU-Vertreter wird Herr Dr. Georg Kelm, zuständig für die europäischen F&E-Programme im Bereich Nanoelektronik die Europäische Universität im Dreieck von Bildung, Forschung und Innovation beleuchten. Im Anschluss an die offiziellen Feierlichkeiten wird ein Sommerfest mit allen Freunden, Förderern, Unterstützern und Kooperationspartnern stattfinden.

Ihr zehnjähriges Bestehen nimmt „Amica” darüber hinaus zum Anlass in einer Broschüre, einen Rückblick auf die bereits erzielten Forschungsergebnisse zu gewähren und gleichzeitig die Aussichten zukünftiger Forschungsleistungen zu beleuchten. Die Broschüre finden Sie ab dem 09. August auch online auf der Website der AMO GmbH unter http://www.amo.de .